Wilhelm Hauffs sämtliche Werke in sechs Bänden. Bd. 2 by Wilhelm Hauff

(7 User reviews)   4681
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
If you think fairy tales are just for kids, this second volume of Wilhelm Hauff's collected works will change your mind. Forget the sanitized versions you know. Hauff's stories, like 'The Cold Heart' or 'The Story of Little Muck,' are dark, strange, and packed with sharp social commentary. They're about poor charcoal burners making dangerous pacts for wealth, and clever underdogs outsmarting cruel masters. The magic here feels real and often has a hefty price. It's the perfect, slightly unsettling read for a cozy night in—you'll be pulled into a world where wishes come true in the worst possible ways.
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wieder, besonders in Norddeutschland, sonderbare Begriffe von uns. Ob mit Recht, mögen Sie selbst entscheiden, wenn Sie einige Zeit in unserer Mitte verweilt haben. Doch möchte ich Ihnen raten, zuvor etwas unbefangener die mögliche Quelle solcher Urteile zu betrachten. Ich gebe zu, daß eine gewisse nachteilige Ansicht über mein Vaterland seit Jahrhunderten besteht; zum mindesten sind die Schwabenstreiche nicht erst in unseren Tagen bekannt geworden. Doch scheint ein großer Teil dieser aberwitzigen Dinge aus einer gewissen Eifersucht der Volksstämme hervorzugehen und aus der Kleinstädterei, die von jeher in unserem lieben Deutschland herrschte. In Schwaben zum Beispiel erzählt man alle jene Sonderbarkeiten, die andere uns aufbürden, von den Oesterreichern; daß aber dieses Vorurteil selbst in neueren Zeiten, selbst durch die Fortschritte der Kultur und das regere gesellige Leben nicht geschwächt wurde, hat zwei wichtige Gründe, die größere Schuld aber liegt nicht auf der Seite von Süddeutschland.« »Bitte!« rief der brandenburgische Reisende etwas ungläubig, »ich sollte doch nicht denken --« »Man beurteilt unsere Sitten nach meinen Landsleuten, die man in Norddeutschland sieht. Wenn nun diese auch die vernünftigsten Menschen wären, es würden ihnen doch zwei Mängel anhängen, die sie in Ihren Augen in Nachteil setzen. Einmal die Sprache --« »Bitte!« erwiderte sein Gefährte verbindlich. »Nicht alle, Sie zum Beispiel drücken sich allerliebst aus.« »Ich drücke mich aus, wie ich denke, und so macht es ein guter Teil meiner Landsleute auch; weil wir aber die Diphthongen anders aussprechen als ihr, die Endsilben entweder nach unserer altertümlichen Form ändern oder im Sprechen übereilen, klingt euch unsere Sprache auffallend, hart, beinahe gemein. Die meisten Schwaben, die Sie bei sich sehen, sind junge Männer, die von der Universität kommen und die Anstalten in Norddeutschland besuchen, oder Kaufleute, die ihr Handelsweg dahin führt. Diesen Menschen legen nun Ihre Landsleute durchaus ihren eigenen Maßstab an und tun sehr unrecht daran. In Ihrem Lande wird den äußeren Formen und dem Benehmen des Knaben und des Jünglings einige Aufmerksamkeit geschenkt, er wird sehr bald in die geselligen Kreise gezogen; bei uns findet dies vielleicht erst um acht oder zehn Jahre später statt.« »Nun das ist es ja gerade, was ich sagte,« entgegnete jener; »diese Formen gewinnt keiner durch sich selbst, und dies ist also ein Fehler Ihrer Erziehung --« »Vorausgesetzt, daß jene Formen wirklich so trefflich, daß sie _das_ sind, was dem zukünftigen Bürger eines Staates vor allem als nützlich und notwendig einzuimpfen ist.« »Das soll es ja nicht; aber so auf dem Wege mitnehmen kann er sie doch wohl,« meinte der Fremde. »Wenn er sie nur so mitnimmt, verliert er sie auch gelegentlich,« erwiderte der Schwabe. »Doch das ist nicht der Punkt, wovon wir sprechen. Ich behaupte nur, man hat in Norddeutschland unrecht, unsere Sitten und unsere Gesellschaft nach Leuten zu beurteilen, die der Gesellschaft eigentlich noch nicht angehört hatten, die vielleicht in die Welt geschickt wurden, um ihre Sitten abzuschleifen. Oder wollen Sie nach einigen jungen Gelehrten, die gerade aus der Studierstube zu Ihnen kamen und sich vielleicht ungeschickt in Sprache und Manieren zeigten, die Landsleute dieser Menschen beurteilen?« »Gewiß nicht, aber gestehen Sie selbst, man hört doch selbst von der guten Gesellschaft in Schwaben so sonderbare Gerüchte von ihren Sitten und Gebräuchen, von ihren Frauen und Mädchen.« »Vielleicht kaum so sonderbar,« versetzte der Jäger lächelnd, »als man bei uns von den Sitten Ihrer Damen hört; denn unsere Mädchen stellen sich die _norddeutschen_ Damen gewiß immer mit irgend einem gelehrten Buche in der Hand vor. Die zweite Quelle des Irrtums über mein Vaterland sind aber _Ihre_ reisenden Landsleute und die eigentümlichen Verhältnisse unseres Familienlebens. In Norddeutschland fällt es nicht schwer, in Familienkreisen Zutritt zu bekommen, durch _einen_ Bekannten...

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This second volume gathers some of Wilhelm Hauff's most famous and gripping stories. They're not just simple tales; they're complete, novel-length adventures often wrapped in a clever framing narrative, like travelers sharing stories at an inn.

The Story

The book is a collection, so there are several plots. In 'The Cold Heart,' a kind-hearted charcoal burner named Peter Munk gets rich through a deal with a forest spirit, but the wealth turns his heart to stone. In 'The Story of Little Muck,' a tiny, mistreated man finds magical slippers and a cane that lead him to a royal court, where he faces envy and betrayal. Another tale, 'The Inn in the Spessart,' is the frame story itself, where captured travelers tell stories to save their lives from robbers. Each story is a self-contained world of magic, moral choices, and surprising consequences.

Why You Should Read It

Hauff's genius is in how he uses fantasy to talk about real human problems. His characters aren't just archetypes; they feel like real people tempted by greed, struggling with injustice, or seeking their place in the world. The magic is never an easy fix—it's a test. I love how these stories, written 200 years ago, still ask relevant questions: What would you sacrifice for success? Does power corrupt? The prose is vivid and direct, pulling you right into the Black Forest or a sultan's palace without any fuss.

Final Verdict

This is a must-read for anyone who loves the darker, original roots of fairy tales before Disney got hold of them. It's perfect for fans of the Brothers Grimm who want more fleshed-out plots, or for readers who enjoy classic adventure with a thoughtful edge. If you like stories where the magic has bite and the endings make you think, you'll find Hauff's second volume completely absorbing.



🔓 Usage Rights

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George Scott
1 year ago

Great read!

Brian Allen
1 year ago

Loved it.

4.5
4.5 out of 5 (7 User reviews )

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