Der Harz by Friedrich Günther

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Günther, Friedrich, 1843-1912 Günther, Friedrich, 1843-1912
German
Hey, I just finished this hidden gem from 1887 called 'Der Harz' and had to tell you about it. It's not just a travel guide—it's a time capsule. Picture this: a young, restless writer arrives in the Harz Mountains, a place steeped in fairy tales and mining history. But instead of peace, he gets tangled in a local feud between old traditions and new industrial money. The real mystery? A series of strange accidents plaguing the mines that everyone blames on a legendary mountain spirit. Is it superstition, sabotage, or something else? It’s a surprisingly gripping slice of 19th-century German life with a whisper of folklore thriller.
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»Meerfahrt« in das Gelobte Land in seine harzische Heimat zurückkehrte. Ja, und wenn es auch gar viel gewaltigere Gebirge gibt mit himmelanstrebenden, von den Wolken benetzten Spitzen und Hörnern, mit glitzernden Gletschern und ewigem Firn: ich lobe mir doch meinen bescheidenen Harz und ich liebe ihn und preise ihn, so gut ich kann. »Größ're Gebirge wohl gibt's, doch keines, das ihn überträfe Beides an Wald und Wild ...« singt Heinrich Rosla (gegen 1300) in seiner Herlingsberga; und Konrad Celtis, der die Vorlande unseres Gebirges im Jahre 1498 durchreiste, rühmt an diesem die Fülle mannigfaltigen Erzes, die mit Taxus und Fichte geschmückten Höhen, die dunkelschattigen Thäler, die rauschenden, jählings durch die Felsen herabstürzenden Gießbäche, wodurch die matterleuchtete Gegend das Ansehen der Unterwelt gewönne. »Vom Harz der Fichte« leitet Celtis den Namen unseres Waldgebirges ab, und noch Johann Rauws spricht's hundert Jahre später ihm nach. Aber wenn sie hierin auch irren, strömt uns nicht aus dem Worte »Harz« gleichsam der würzige Duft der unabsehbaren Nadelwälder erfrischend entgegen, hören wir nicht bei seinem Klange gleichsam das geheimnisvolle Rauschen und Flüstern der weithin schauenden Wipfel unserer »nordischen Palme«? Und die Töne der Schwarzdrossel und ihrer sangeskundigen Schwestern klingen melancholisch darein, und über die klaren, blinkenden Teiche hallt leise und feierlich wie aus »verlorener Waldkirche« das harmonische Geläut der friedlich weidenden braunen Rinderherden herüber, und der Gießbach stimmt murmelnd ein in den Abendpsalm. Und wenn die Schwingen des Waldes ruhen und die Töne mählich verklingen und nur noch die Saiten des Herzens andächtig nachzittern, und der letzte Sonnenstrahl, der so eben noch hier die grüne Nacht des Hochwaldes zu durchdringen sich bemühte, dort auf dem weichen, dichten Moospolster und den dichtgedrängten, losen Farnwedeln neckisch spielte, scheidend erlischt -- dann erheben Sage und Märchen ihr Haupt. Schaut hier nicht König Hübich Gaben verheißend aus dem Felsenspalt, schreitet dort nicht der Bergmönch mit flackerndem Grubenlicht hinter dem ältesten der Baumriesen hervor? Und das zottige Flechtengewirr an den Zweigen und die knorrigen, weit hervorragenden Wurzeln nehmen gar seltsame Gestalten an, und wie ein Geisterhauch fliegt's durch die Kronen. Wohl ist die Rottanne oder Fichte dem Harze nicht ausschließlich eigen, aber es gibt in Deutschland kaum ein zweites Gebirge von gleicher Höhe, in dem ihre Herrschaft so wenig beschränkt wird; und mindestens dem Westharz, seinen hohen Bergen und tiefen Thälern prägt sie durch ihre dunklen, lang hinziehenden Massen, in denen der einzelne Baum gleichsam untergeht, den eigenartigen Charakter auf. [Illustration: Abb. 3. =Kaiserhaus in Goslar.= (Nach einer Photographie von F. Rose in Wernigerode.)] Den Inseln gleich im grünen Waldmeere liegen, weithin, doch nicht planlos verstreut, große und kleine Wiesenfluren und inmitten einer jeden, meist der Form und dem Zuge des Thales sich anschmiegend, die Bergstädte und oberharzischen Ortschaften, auf den kleinsten Eilanden wenigstens ein Forsthaus, oder ein Zechenhaus oder eine Mühle. Längst hat der rote Ziegel die schwärzlich graue Holzschindel verdrängt, und mit frischen Farben leuchten diese kleinen Siedelungen -- in den unabsehbaren grünen Teppich gewobene Blumen -- zu der Höhe herauf, von der wir Umschau halten, und fesseln unsere Augen. Und wie ganz anders rollt das Bild sich ab, wenn wir unsern Fuß rüstig wandernd gen Osten setzen. Sind wir denn wirklich im Gebirge? Kein Bergzug umrandet die Ebene, versteckt und verdeckt liegt selbst der Vater Brocken, der sonst nach allen Seiten seine Grüße versendet; kein Gießbach schäumt, fast unhörbar und in Mäanderschlingen schleichen träge die Bäche vorüber. Nur die kärglich bestandenen Fluren mit ihren sich verspätenden Saaten und die in der Ferne sich kräuselnden Rauchwolken, die einem Hüttenwerke entstammen müssen, heben unsere berechtigten Zweifel. Doch weiter! Bald ist sie überwunden -- diese Einförmigkeit der unterharzischen Hochebene, die...

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If you pick up Friedrich Günther's Der Harz expecting a dry geography lesson, you're in for a pleasant shock. Published in 1887, this book feels more like a novelized journey. Our narrator, a stand-in for Günther himself, travels through the Harz region, meeting miners, innkeepers, and farmers. The landscape—from the misty Brocken peak to deep, echoing caves—is a character itself.

The Story

The plot kicks off when the narrator settles in a small mining town. He quickly learns the community is divided. Old families, who've worked the silver mines for generations, are clashing with new industrialists who want to modernize everything. Tensions boil over when a series of unexplained cave-ins and equipment failures halt work. The old-timers whisper about the 'Berggeist,' a protective mountain spirit angered by the new machinery. The narrator, caught in the middle, starts asking questions. Is someone causing the 'accidents' on purpose? His search for answers becomes a tour through the soul of the region, its myths, and its people.

Why You Should Read It

What grabbed me wasn't a huge twist, but the atmosphere. Günther makes you feel the damp chill of the mines and the warmth of a crowded tavern. The conflict isn't black and white. You understand the miners' fear of losing their way of life, and you also see the logic in progress. It's a quiet, thoughtful look at a world on the cusp of vanishing, written by someone who was clearly fascinated by it. The hint of mystery just pulls you along.

Final Verdict

Perfect for readers who love immersive historical settings or slow-burn stories about place and community. If you enjoy authors like W.G. Sebald or the rural tales of Thomas Hardy, but want a German perspective, give this a try. It's a specific, beautifully observed snapshot of a time and a landscape, with just enough narrative tension to keep the pages turning. A true rediscovery for patient readers.



📜 Legacy Content

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Nancy Wilson
8 months ago

I came across this while browsing and the content flows smoothly from one chapter to the next. I couldn't put it down.

John Smith
4 months ago

Recommended.

Betty King
3 months ago

Wow.

5
5 out of 5 (3 User reviews )

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