Kino und Erdkunde by Hermann Häfker

(4 User reviews)   4263
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Häfker, Hermann, 1873-1939 Häfker, Hermann, 1873-1939
German
Ever wonder what people thought about movies when they were brand new? This isn't a novel—it's a time capsule from 1914. Hermann Häfker, a German writer, tries to figure out what this strange new invention called 'cinema' is even for. He's excited but worried, seeing its power to show the whole world, but also its potential to just entertain people into a stupor. Reading it is like listening to a really smart, slightly anxious friend from over a century ago predict our entire modern relationship with screens, travel shows, and global media. It's a short, weird, and surprisingly urgent little book.
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Studienfreundes Karl Gegenbaur als außerordentlicher Professor in Jena. Im gleichen Jahre (1862) erschien als ein riesiger Folioband mit 35 farbigen Kupfertafeln die »_Monographie der Radiolarien_«, die seinen Ruf als zoologischen Facharbeiter mit einem Schlage begründete, und daß auch das Tipfelchen auf dem i des Triumphes nicht fehle, verband er sich im August 1862 mit seiner »hochbegabten, feinsinnigen« Cousine Anna Sethe zu glücklichster, aber leider nur kurzer Ehe. Schon anderthalb Jahre später, gerade an seinem dreißigsten Geburtstag, entriß ihm ein jäher Tod die geliebte Frau. Dem höchsten Glück folgte fast auf dem Fuße der schwerste Schicksalsschlag, der ihn treffen konnte. In dieser trübsten Zeit aber schrieb er -- höchst seltsam zu sagen -- in einem Zuge das tiefste, bedeutendste Werk seines Lebens, die »_Generelle Morphologie der Organismen_.« Zwei starke Bände mit über 1200 Seiten Text. Noch während er an der italienischen Küste in Plankton schwelgte, erfuhr er, es sei da von England ein »ganz verrücktes« Buch nach Deutschland herübergekommen, dessen Verfasser nicht bloß das Linnésche Dogma von der Unveränderlichkeit der Arten bestreite, sondern auch an Stelle des einmaligen planvollen Schöpfungsaktes ein großes Gesetz kontinuierlicher Entwicklung des Lebens zu künden die Dreistigkeit habe: Darwins »Entstehung der Arten«. Dieses ketzerische Buch, das die Fachzoologen von damals entweder ganz totschwiegen oder schlankweg für »Humbug« erklärten, zog Haeckel gleich bei der ersten Lektüre ganz unwiderstehlich in seinen Bann und ließ ihn fortan nicht mehr los. Bereits in den »Radiolarien« war er ganz kurz darauf eingegangen, um dann auf der Stettiner Naturforscherversammlung von 1863 ausführlich, und zwar in zustimmendem Sinne, zu Darwins Ideengang Stellung zu nehmen. Die große Mehrzahl der Fachgenossen war freilich noch anderer Ansicht. Ein angesehener Zoologe erklärte Darwins Buch für den »harmlosen Traum eines Nachmittagsschläfchens«, ein anderer verglich die »naturphilosophischen Phantasien« mit dem Tischrücken, ein namhafter Geologe meinte, daß dem »vorübergehenden Schwindel« bald die Ernüchterung folgen müsse, und ein Anatom prophezeite, nach wenigen Jahren werde kein Mensch mehr davon sprechen. ^Tempora mutantur^! Auf Haeckel machte die Ablehnung so wenig Eindruck, daß er sich, obwohl tief niedergedrückt durch den Tod der geliebten Gattin (er hat später, 1868, zum zweitenmal geheiratet), mit fliegender Feder daran machte, die ganze biologische Wissenschaft, soweit sie zusammenhing mit dem Problem der Entwicklung, aus der von Darwin geschaffenen Basis ganz neu zu gruppieren und umzugestalten. Eine Art wissenschaftlichen Testaments sollte die »Generelle Morphologie« werden. Auch damals, wie dreiunddreißig Jahre später in den »Welträtseln«, gedachte er mit dem Ende des Werkes einen Strich unter seine Lebensarbeit zu machen. Gelegentlich der Feier seines sechzigsten Geburtstages hat er es selber so dargestellt: »Ich lebte damals ganz als Einsiedler, gönnte mir kaum drei bis vier Stunden Schlaf täglich und arbeitete den ganzen Tag und die halbe Nacht. Dabei lebte ich in so strenger Askese, daß ich mich eigentlich wundern muß, heute noch gesund und lebendig vor Ihnen zu stehen.« Durch eifrige, hastige Arbeit wollte er alle die seelischen Schmerzen betäuben, und dann -- ja, was dann kommen sollte, wußte er selbst nicht. Tatsache ist aber, daß er in weniger als Jahresfrist die mehr als zwölfhundert engen Druckseiten aufs Papier brachte. Tatsache ist ferner, daß er in diesem monumentalen Werk alle, aber auch wirklich _alle_ die wichtigen Konsequenzen schon zog und alle wesentlichen und entscheidenden Anschauungen seiner monistischen und genetischen Philosophie schon entwickelte, deren Ausbau im einzelnen sein ganzes künftiges Leben beschäftigt hat. »In der Methode naturwissenschaftlicher Forschung«, sagt Bölsche sehr treffend, »bedeutet das Werk einen Markstein, an dem man die ganze Geistesarbeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts charakterisieren und werten kann. Für die allgemeine biologische Systematik beginnt mit ihm eine neue Epoche in der Weise, wie es fünfzig Jahre vorher bei Cuvier und...

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Published in 1914, this is less a story and more a passionate argument. Hermann Häfker was witnessing the birth of cinema, and he wrote this book to answer a simple, huge question: What should we do with it?

The Story

There's no plot in the traditional sense. Instead, Häfker takes us on a tour of his hopes and fears. He sees film not just as entertainment, but as a powerful tool for education—a 'cinema and geography' machine that could bring distant cultures and scientific wonders into every town. He dreams of films that teach us about the world. But he also has this nagging dread. He worries that film will be used only for shallow melodramas and sensational news, making audiences passive instead of curious. The book is his attempt to steer this new technology toward something better before it's too late.

Why You Should Read It

It's the urgency that gets me. Reading Häfker is like hearing a prophecy. He's describing YouTube travel vlogs, educational documentaries, and mindless reality TV over a hundred years before they existed. His excitement is infectious, but his warnings feel eerily familiar. You keep nodding along, thinking, 'Yep, we definitely chose the melodrama path.' It’s a slim book, but it packs a punch, making you look at your own screen time in a whole new light.

Final Verdict

Perfect for anyone fascinated by media history, technology, or just great ideas from the past. If you like books that make you see the present differently, this is a hidden gem. It’s not a beach read, but it’s a quick, mind-bending trip into the thoughts of someone at the very beginning of our visual age, trying to shout directions to the future—which is now us.



📢 License Information

This title is part of the public domain archive. Preserving history for future generations.

Susan Martinez
1 year ago

Perfect.

James Hernandez
11 months ago

Used this for my thesis, incredibly useful.

Sandra Nguyen
2 weeks ago

I didn't expect much, but the atmosphere created is totally immersive. A true masterpiece.

John Williams
5 months ago

Five stars!

4
4 out of 5 (4 User reviews )

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