Hunger by Knut Hamsun

(4 User reviews)   4803
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Hamsun, Knut, 1859-1952 Hamsun, Knut, 1859-1952
German
Hey, have you ever been so hungry you started to lose your grip on reality? That's what this book is about, but it's way more than just a story about an empty stomach. It's about a young writer in 19th century Oslo who's flat broke, trying to sell articles while his mind plays tricks on him. The mystery isn't a 'whodunit'—it's whether his pride will break before his body does. He makes wild decisions, lies for no reason, and chases ideas that vanish like smoke. It's a brutal, funny, and totally hypnotic look at what happens when your basic needs aren't met and your own brain becomes your strangest enemy. It feels shockingly modern for a book written over 130 years ago.
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nachzudenken, ob ich heute etwas hätte, worauf ich mich freuen könnte. In der letzten Zeit war es mir ziemlich schlecht ergangen; eins nach dem anderen meiner Besitztümer hatte ich zum „Onkel” bringen müssen, ich war nervös und unduldsam geworden; ein paar Mal mußte ich auch wegen Schwindels einen Tag lang im Bett bleiben. Hie und da, wenn das Glück mir günstig war, hatte ich fünf Kronen für ein Feuilleton von irgendeinem Blatt ergattern können. Es tagte mehr und mehr, und ich begann, die Anzeigen unten bei der Türe zu lesen; ich konnte sogar die mageren grinsenden Buchstaben „Leichenwäsche bei Jungfer Andersen, rechts im Torweg” unterscheiden. Dies beschäftigte mich eine lange Weile, ich hörte die Uhr unter mir acht schlagen, bevor ich aufstand und mich anzog. Ich öffnete das Fenster und sah hinaus. Von meinem Platz aus sah ich eine Wäscheleine und ein freies Feld; weit draußen lag noch der Schutt einer abgebrannten Schmiede, den einige Arbeiter forträumten. Ich legte mich mit den Ellbogen ins Fenster und starrte in die Luft hinaus. Es wurde ganz gewiß ein heller Tag. Der Herbst war gekommen, die feine, kühle Jahreszeit, in der alles die Farbe wechselt und vergeht. Der Lärm in den Straßen hatte schon begonnen und lockte mich ins Freie: dieses leere Zimmer, dessen Boden bei jedem Schritt, den ich darüber hinging, auf und nieder schwankte, war wie ein feuchter, unheimlicher Sarg; kein ordentliches Schloß an der Türe und kein Ofen im Raum. Ich pflegte in der Nacht auf meinen Strümpfen zu liegen, um sie bis zum Morgen ein wenig trocken zu bekommen. Das einzige Erfreuliche, was ich hier hatte, war ein kleiner roter Schaukelstuhl, in dem ich an den Abenden saß und döste und an allerhand Dinge dachte. Wenn der Wind stark blies, und die Türen unten offen standen, tönte vielfältiges seltsames Pfeifen durch den Boden herauf und durch die Wände herein, und das „Morgenblatt” unten bei der Türe bekam Risse so lang wie eine Hand. Ich erhob mich und suchte in einem Bündel in der Ecke beim Bett, ob noch etwas zum Frühstück darin wäre, fand aber nichts und kehrte wieder zum Fenster zurück. Gott weiß, dachte ich, ob es mir jemals etwas nützen wird, nach einer Beschäftigung zu suchen! Diese vielen Absagen, diese halben Versprechungen, glatte Nein, genährte und getäuschte Hoffnungen, neue Versuche, die jedesmal in nichts verliefen, hatten meinen Mut erdrosselt. Zuletzt hatte ich einen Platz als Kassenbote gesucht, war aber zu spät gekommen; und außerdem konnte ich nicht die fünfzig Kronen Sicherheit schaffen. Es gab immer das eine oder andere Hindernis. Ich hatte mich auch bei der Feuerwehr gemeldet. Wir standen ein halbes Hundert Mann in der Vorhalle und streckten die Brust heraus, um den Eindruck von Kraft und großer Kühnheit zu erwecken. Ein Bevollmächtigter ging umher und besah diese Bewerber, befühlte ihre Arme und stellte ihnen diese oder jene Frage, und an mir ging er vorbei, schüttelte nur den Kopf und sagte, daß ich wegen meiner Brille untauglich sei. Ich kam wieder, ohne Brille, ich stand mit gerunzelten Brauen da und machte meine Augen so scharf wie Messer, und der Mann ging wiederum an mir vorbei, und er lächelte, -- er hatte mich wohl wiedererkannt. Das Schlimmste von allem war, daß meine Kleider anfingen, schlecht zu werden, und ich mich nirgends mehr als anständiger Mensch vorstellen konnte. Wie gleichförmig und regelmäßig war es die ganze Zeit mit mir abwärts gegangen! Ich stand zuletzt so sonderbar entblößt von allem möglichen da, ich hatte nicht einmal mehr einen Kamm -- hatte kein Buch mehr, um darin zu lesen, wenn mir traurig zumute wurde. Den ganzen Sommer über war ich...

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If you're looking for a plot with car chases and heists, look elsewhere. Hunger is an internal rollercoaster. We follow an unnamed young writer in Christiania (now Oslo) who is penniless, starving, and desperately trying to write articles to sell to the local paper. The story isn't about what happens to him, so much as it's about what happens inside him. As his hunger grows, his grip on the world loosens. He has bursts of manic energy, makes grand, self-sabotaging gestures of pride, and wanders the city in a daze, where every small humiliation or fleeting hope feels monumental.

Why You Should Read It

This book gets under your skin. It's not a comfortable read, but it's a fascinating one. Hamsun puts you right inside the narrator's head, and you experience his hunger, his wild mood swings, and his strange logic firsthand. It's a masterclass in writing a character who is both deeply sympathetic and frustratingly stubborn. You'll find yourself shaking your head at his choices while completely understanding why he makes them. More than a story about poverty, it's a raw exploration of creativity, pride, and the fragile line between genius and madness.

Final Verdict

This is for readers who love intense character studies and don't mind a story that lives mostly in someone's mind. If you enjoyed the psychological spirals in Dostoevsky's Notes from Underground or the gritty, obsessive feel of modern novels like My Year of Rest and Relaxation, you'll find a weird, brilliant ancestor here. It's a short book that leaves a very long shadow.



🔓 Usage Rights

This historical work is free of copyright protections. Knowledge should be free and accessible.

Donald Nguyen
1 year ago

Great read!

Sandra Ramirez
10 months ago

High quality edition, very readable.

Mason Hernandez
10 months ago

Citation worthy content.

Charles Rodriguez
6 months ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

4.5
4.5 out of 5 (4 User reviews )

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