Der Volksbeglücker by Rudolf Haas

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Haas, Rudolf, 1877-1943 Haas, Rudolf, 1877-1943
German
Ever wonder what happens when someone tries to fix a whole town's problems? In 'Der Volksbeglücker,' we meet a man on a mission to make everyone happy. But here's the catch: what if the people don't want his kind of happiness? This book isn't just about one man's big ideas—it's about the messy, funny, and sometimes painful clash between a dreamer and the real world. It asks a question we still face today: who gets to decide what's best for a community? If you like stories about good intentions going sideways, this one's for you.
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glücklichen Entdecker nach langem Sträuben endlich preisgeben muß. Und er entdeckte und liebte diese frische, keusche Art, der hager aufgeschossene Junge, der jeden Nachmittag, wenn die Mittelschüler, vom Unterricht erlöst, den sechstausend Insassen von Neuberg die Ohren voll lärmten, durch die winkeligen Kleinstadtgassen in den lachenden Sommer hinauslief, immer denselben Weg, den Hügel hinauf und am Kamm fort auf schmalen Feldrainen, wo der wilde Quendel blühte und die blauen Glockenblumen, bis er endlich mitten darin war in der roten Erika. Stundenlang konnte er dann dort oben liegen, versunken in dem leuchtenden, bienendurchsummten Teppich, und in die helle, silbern flimmernde Luft blicken. Soweit er schaute, war nichts als der klare endlose Luftraum, und nur ganz nahe, dicht vor ihm, standen die verästelten Blütenbüschel rosenrot vor dem blauen Hintergrund. Die sonnenweite Unendlichkeit des Sommers war um ihn, und er fühlte sich wie losgelöst von allem, was mit ihm und neben ihm lebte. Und in seiner Seele erwachten die uralten Fragen nach dem Woher und Warum, sein achtzehnjähriges Jünglingsgemüt fragte nach dem Zweck dessen, was nie einen Zweck hatte, suchte Regel und Plan in dem, was planlos und regellos entstanden war, wollte einheitliche schöpferische Ordnung in dem Wirrwarr finden, der sich unbewußt gebildet hatte, wie er sich bilden mußte nach den starren, toten Gesetzen von Urbeginn. Und gegen den Kindersinn, der blindlings glaubt und mit ganzer Seele etwas glaubend fassen will, drang der reifende Verstand des Jünglings an, der Tatsachen und Beweise für den Glauben forderte. Es ist das ein schwerer Kampf, der meist in stillen Nächten und verschwiegener Einsamkeit durchgefochten, langsam heilende Wunden und dauernde Narben zurückläßt. Glücklich, wer in diesen Tagen einen verständnisvollen Vater zur Seite hat, der ihn unmerklich und dennoch sicher aus dem Wirrsal leitet. Fritz Hellwig hatte solches Glück nicht. Sein Vater, ein Volksschullehrer, war schon vor vielen Jahren gestorben, und unter der ziellosen Leitung einer überzärtlichen Mutter, die den einzigen Sohn beständig mit dem lauen Badewasser einer weichlichen Liebe umplätscherte, wuchs er zum verschlossenen Träumer heran. Während seine Altersgenossen Trapper und Indianer spielten, den Tomahawk schwangen und an ihren Lagerfeuern gestohlene Erdäpfel brieten, lag er im Heidekraut oder saß er in einer dämmrigen Zimmerecke und füllte die Stube mit Traumgestalten, mit Feen, Zwergen und blonden Königstöchtern. Deswegen litt er auch mehr als sonst einer darunter, als von der flimmernden Märchenpracht Stück für Stück der trügerische Flitter abfiel und der nüchternen, trostlos grauen Wirklichkeit Platz machen mußte. Und als er mit den zunehmenden Jahren nicht mehr im unklaren über seine Entstehung bleiben konnte und als er aus den unreif-rohen Zoten der Mitschüler den Sachverhalt zu ahnen begann, kam ihm das wie eine Entweihung seiner Mutter vor. Er schloß sich noch ängstlicher ab und haderte mit der Welt und grollte seiner Mutter, weil sie ihm Lügen vorgesagt, deren Verlust jetzt so weh tat. Aber mit niemandem sprach er darüber, hatte keinen Vertrauten und war zu stolz und zu scheu, um einen Menschen in seine Seele blicken zu lassen. Deswegen hielten ihn viele für eigensinnig oder hochmütig. Die weinerliche Lehrerswitwe aber, für die es seit dem frühen Tode ihres Mannes im Leben keine ungetrübte Freude mehr gab, konnte nur zanken oder seufzend den Kopf in die ausgearbeitete Küchenhand stützen, und ließ im übrigen ihren dickschädeligen Jungen unbedingt gewähren. Auch damals, als er ihr kurz eröffnete, daß er an den Sonntagen nicht mehr in den Gottesdienst gehen werde. Erst schlug sie zwar die Hände zusammen und wollte den Grund wissen und was Pater Romanus dazu sagen werde. Denn sie war sehr fromm und fand den sanftesten Trost in der frohen Aussicht auf eine Wiedervereinigung mit ihrem seligen Gatten, indes die leiblichen...

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Rudolf Haas's 'Der Volksbeglücker' (which roughly translates to 'The People's Benefactor') is a fascinating snapshot of early 20th-century German life. It follows the story of a well-meaning, perhaps overzealous, individual who arrives in a small town with grand plans to improve the lives of its residents. He sees problems everywhere and is determined to solve them, whether it's how people work, relax, or even think.

The Story

The plot centers on this 'benefactor' as he pushes his vision of progress and happiness onto the townsfolk. He institutes new rules, promotes modern ideas, and tries to reshape their daily routines. But the community, set in its ways and proud of its traditions, doesn't simply roll over. We watch as his schemes meet with quiet resistance, open mockery, and unintended consequences. The story becomes a tug-of-war between one man's utopian ideals and the stubborn reality of human nature.

Why You Should Read It

What struck me most was how current it feels. This isn't a dusty history lesson. It's a sharp, often witty look at the friction between change and tradition. The 'benefactor' isn't a villain; you can feel his genuine desire to help. But the book makes you question where helpfulness ends and control begins. The supporting cast of townspeople—the skeptical baker, the amused innkeeper, the young folks who might be swayed by new ideas—feel real and grounded.

Final Verdict

Perfect for readers who enjoy character-driven stories about society and human folly. If you liked the ironic humor in something like 'Main Street' by Sinclair Lewis or stories about outsiders shaking up a small community, you'll find a lot to chew on here. It's a smart, engaging novel that proves some conflicts—between the individual and the group, between new ideas and old habits—are truly timeless.



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Aiden Thompson
1 year ago

Five stars!

Kenneth Young
1 year ago

After finishing this book, it manages to explain difficult concepts in plain English. Exactly what I needed.

Joseph Robinson
11 months ago

Based on the summary, I decided to read it and the depth of research presented here is truly commendable. I would gladly recommend this title.

Lucas King
1 month ago

Simply put, the depth of research presented here is truly commendable. Exceeded all my expectations.

Edward King
1 year ago

Based on the summary, I decided to read it and the narrative structure is incredibly compelling. Thanks for sharing this review.

4.5
4.5 out of 5 (8 User reviews )

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