Todsünden by Hermann Heiberg

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Heiberg, Hermann, 1840-1910 Heiberg, Hermann, 1840-1910
German
Ever wonder what happens when a respectable German professor gets tangled up with the most irresistible woman in Hamburg? Hermann Heiberg's 'Todsünden' (Mortal Sins) is a deliciously scandalous 19th-century drama about a man who risks everything—his career, his reputation, his very soul—for a forbidden love. It's a story about the dangerous pull of desire and the high price of giving in. Think of it as a classic page-turner that asks: how far would you go for passion?
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oder im Verein mit anderen bedeutsame Vertretungen — so war er z.B. einmal vorübergehend Bevollmächtigter der chinesischen Regierung für eine Finanzierung in London —, zog sich aber endlich doch, mehrfach um die Früchte seines Fleißes und seiner Geschicklichkeit gebracht und grenzenlos angewidert von allem, was „Geschäft“ heißt, zurück. Im Jahre 1881 schrieb er dann, „um meine mißmutigen Gedanken zu töten,“ wie er sagt, jene reizenden „Plaudereien mit der Herzogin von Seeland.“ Der große Erfolg, den dieses anmutige und originelle Buch fand, ermunterte ihn zum Weiterschaffen, und so lebt er denn noch jetzt als Schriftsteller in Berlin W., an der Seite einer liebenswürdigen Frau, mit der er sich 1865 vermählt hat, umgeben von einem blühenden Kinderkreis, rastlos und erfolgreich thätig. Hiermit legt der Verein der Bücherfreunde der deutschen Leserwelt sein neuestes Werk vor. * * * * * Es war Herbstzeit, doch bisher hatte kein Sturm die Bäume ihrer Blätter entkleidet. Wohin das Auge blickte, sah es noch Laub, aber die Wälder hatten doch ihr Aussehen bereits verändert: wundervolle kupferrote und in scharfem Eiergelb prangende Farben tauchten neben dem Grün, das der Sommer gezeigt, auf, und wie mit Silber bedeckt erschien ein einzelner Baum, der, hoch die andern überragend, emporstrebte aus einem parkartigen Gehölz, welches das versteckt und düster gelegene Erbgut Falsterhof rings umgab. An einem solchen Herbsttage, um die Dämmerung, wandte sich ein Mann, der eben die Dreißig zurückgelegt hatte, in die zu dem Gute führende Kastanienallee. Aber bald hemmte er seine Schritte und horchte gespannt nach dem Hofe hinüber. Als von dort das Gebell eines Hundes an sein Ohr schlug, änderte er, den unheimlich klugen Mund in dem scharfknochigen, bartlosen Gesicht bewegend, die Richtung, zwängte sich durch zwei eine stille, große Wiese flankierende Feldsteine hindurch und ging, wiederholt vorsichtig um sich schauend, auf einem Umwege dem Gehöft zu. Nach zehn Minuten hatte er ein zur Linken des Herrenhauses sich hinstreckendes, dichtes Gehölz erreicht, durchschritt es, bis er an einen Gemüsegarten gelangte, und schlich dann an einem diesen begrenzenden Wirtschaftsgebäude entlang. Hier übersprang er, den gebahnten Weg verlassend, einen mit Brennesseln bestandenen Graben und befand sich zuletzt nur noch wenige Schritte entfernt von einem hier emporragenden Flügel des Gutshauses. Es war ein wohl über zwei Jahrhunderte alter, aus breiten, starken Backsteinen abgeführter, verwitterter Bau, umrankt von Epheu und Schlinggewächsen, und dem Auge um so unfreundlicher und düsterer erscheinend, als die Fenster tief eingeladen waren, und große Bäume ihn beschatteten. Vor zwei Monaten war, über siebzig Jahre alt, der Besitzer von Falsterhof, Klaus von Brecken, gestorben, und seit vierzehn Tagen kämpfte seine ebenso alte Frau Marianne, geborene Sand, mit dem Tode. Das wußte der Mann, der hier horchend still stand und sich so Gewißheit verschaffen wollte über Verlauf oder Ende der Krankheit. Das Schlafzimmer der Greisin lag nach hinten hinaus; es schaute mit seinen Fenstern auf einen jetzt von dem Fremden betretenen, von Gebüsch eingefriedigten kleinen Rasenfleck. Monate konnten vergehen, bevor es jemandem einfiel, diesen abgeschiedenen Winkel zu beschreiten; so war denn der Späher sicher, daß niemand ihn beobachten werde. Nun drückte er sich hart an die Mauer, bestieg einen an sie gelehnten Feldstein und schaute ins Innere des Hauses. Eben fuhr der Abendwind durch Gebüsch und Bäume und fing sich stürmisch in dieser Ecke. Aber Tankred von Brecken, der Besitzerin Neffe, kümmerte sich nicht darum. Mit Luchsaugen beobachtete er, was drinnen im Krankenzimmer vorging. In einem hohen Bett mit verblichenen, grünseidenen Gardinen lag die alte Frau mit gefalteten Händen; eine Lampe brannte auf dem Tisch mitten im Zimmer; daneben Medizinflaschen, Gläser, Leinewand, Schwämme und Schachteln. Alte, schwere Möbel standen ringsum; ihr Äußeres bekundete Gediegenheit und Wohlhabenheit; so ernsthaft schauten sie...

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I just finished a book that feels like a secret I have to share. It's Hermann Heiberg's 'Todsünden,' a novel from 1888 that reads like it could have been written yesterday. It's all about the messy, thrilling, and sometimes disastrous choices we make when our hearts (or our desires) take the wheel.

The Story

The story follows Professor Arnold, a serious and respected man whose orderly life is turned upside down when he meets Helene, a captivating and worldly woman. Drawn into her orbit, he becomes obsessed. He starts neglecting his duties, lying to his friends, and spending money he doesn't have, all to be near her. The novel follows his slow, almost inevitable slide from upstanding citizen to a man consumed by what the title calls 'mortal sins'—pride, greed, lust, and envy. The tension isn't in a big mystery, but in watching a good man make bad decisions, one after another, and wondering if he'll ever find his way back.

Why You Should Read It

What grabbed me wasn't just the plot, but Heiberg's sharp eye for human nature. Arnold isn't a villain; he's painfully relatable. Haven't we all wanted something we knew was bad for us? The book is a fascinating look at the social rules of the time and how easily they can crumble. Helene is also a fantastic character—more than just a temptress, she's a woman playing the only game available to her in a man's world. Their relationship is a complicated dance of power and need.

Final Verdict

If you love classic stories with modern-feeling emotions, this is for you. It's perfect for readers who enjoy authors like Theodor Fontane or even Edith Wharton—writers who dissect society and the human heart with precision. It's not a light romance; it's a compelling, sometimes uncomfortable, portrait of obsession. You'll finish it and immediately want to talk to someone about poor, foolish, all-too-human Arnold.



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Robert Wright
1 month ago

Finally found time to read this!

Jackson Thomas
11 months ago

Good quality content.

Christopher Davis
1 month ago

I started reading out of curiosity and the atmosphere created is totally immersive. Exceeded all my expectations.

William Brown
5 months ago

Finally a version with clear text and no errors.

Michelle Allen
1 year ago

Not bad at all.

5
5 out of 5 (7 User reviews )

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