Mutter und Kind: Ein Gedicht in sieben Gesängen by Friedrich Hebbel

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
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Hebbel, Friedrich, 1813-1863 Hebbel, Friedrich, 1813-1863
German
Hey, have you ever read a poem that feels like watching a thunderstorm? That's Friedrich Hebbel's 'Mutter und Kind' for you. Forget quiet, gentle lullabies. This 19th-century German poem, split into seven 'songs,' throws you right into the raw, desperate heart of a mother fleeing with her child through a war-torn landscape. It's not about sweet moments; it's about the fierce, animal-like love that kicks in when everything is falling apart. The mystery isn't a whodunit—it's whether this primal bond can be a shelter when the whole world seems to want to tear it apart. It's short, intense, and will absolutely stick with you.
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Doctor Martin Luthers Bildniß gloriös in einem Rahmen von echter Bronze. Die erhabene Arbeit über dem Kamin von schwarzem Marmor versinnlicht ein Autodafé, und die darunter lodernde Glut, welche die Jahreszeit und der Raum des Zimmers erfordert, dient dazu, dies Relief zu beleuchten, mit einem Schauer für die Phantasie, der fast die Wohlthat der empfundenen Wärme vernichtet. Die Möbeln sind theils veraltet und doch pomphaft, theils von neuer Brauchbarkeit und Simplicität. Das hochlehnige Canapee, welches gradauf strebend und in der Mitte altarförmig zugespitzt, sich gegen die Wellenlinien einer modernen Bergère etwa verhält, wie die feierliche Anständigkeit der Etiquette zu der nachlässigen Ruhe der Schönheit -- nimmt sich in dem überladenen Zierrath geflügelter Kinderköpfe sogar kirchlich aus. Ueber den Häuptern der Cherubim prangt der Erzengel Michael in goldnen Waffen, und der gerissene Sammet auf dem Sitze dieser kleinen Engelsburg erinnert mit leiser Beziehung in der Farbe verblühter Violen an den Purpur der Eminenz. -- Der venetianische Spiegel erreicht seine ungemeine Breite und Höhe durch eine Einfassung von Tritonen und Delphinen, welche in kunstreichen Verschlingungen um die glänzende Fläche spielen, worin mancher geistliche Vollmond aufgegangen war. -- Oben thronen die Meergötter ersten Ranges, und im Frontispice -- so zu sagen -- steigt Anadyomene aus der klaren Masse an den silbernen Bord. Das Auge des Reformators grade auf diesen Punkt gerichtet, scheint finster an dem heidnischen Unwesen zu haften, indeß ein kaum merklicher Zug frommer Ironie den Ernst des Mundes mildert, der wohl stärkere Pfeiler erschütterte als den, der die reizende Gestalt der Liebe in den Mauern der Entsagung trägt. Die Morgensonne des eilften Novembers ging eben auf, und bestrahlte mit blendendem Licht die Abtei, welche ihren majestätischen Schatten über die öden Felder ausbreitete. Der Reif der kalten Nacht schimmerte wie Candis an den falben Resten der Weide, und die herbe Miene des heiligen Bernhard von Clairvaux, dessen Statue am Rande einer dunkeln Cisterne stand und tiefsinnig hinab schauete, war wie mit Zucker bestreut. -- An einem Fenster des beschriebenen Zimmers saß eine Frau, von der wir sagen müssen, daß sie über die Jugend hinaus und weit entfernt von jener gefälligen Anmuth sey, die unter keinem Gesetz der Zeit steht, ohne sie deshalb dem achtsamen Interesse unserer Leser entrücken zu wollen. Der häusliche Anzug, beinahe matronenhaft bescheiden, paßte den Formen einer Figur nett an, die in ihrer Haltung Charakter verrieth. Das Häubchen, ohne die mindeste Genialität dieses Putzartikels, der einen guten weiblichen Kopf seltner beschattet, als in das vortheilhafteste Licht setzt, und sich oft in dem kleinsten Kniff sichtbar macht -- schloß sich dicht an ein Oval von regelmäßigem Schnitt. Die Beschäftigung dieser Frau schien mit der bewußten Strenge, welche sich in ihrem Aeußern offenbarte, in keiner Verbindung zu stehen. Sie wand eine Guirlande von Immortellen, die aufgehäuft in einem flachen Körbchen, in bunter Menge und Mannigfaltigkeit zur Auswahl vor ihr lagen. Sie schien so ganz in sich und in diese feiernde Früharbeit versenkt zu seyn, daß selbst der Sinn des Gehörs ihre Seele nicht auf das lenkte, was ein junges Mädchen an ihrer Seite aus der Bibel vorlas. »_Wirst Du dafür die Schmerzen eines Betrübten haben_ --«: diese verkündenden Worte des Jesaia sprach die klare süße Stimme mit einem schüchternen Beben der Ahnung, und hielt inne. Die Sonne blitzte herein und warf lange herbstliche Strahlen durch die Scheiben. Der blonde Scheitel des Mädchens erglänzte, die metallne Brüstung am Fenster funkelte wie gediegenes Gold, und die trocknen Blümchen der Dauer badeten sich in diesem ewigen Glanze. Das Mädchen erhob das Auge blau und tief wie der Himmel, um einen Blick in die Perspective zu richten, welche in der schönsten Morgenbeleuchtung im melancholischen Reiz...

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So, you pick up this book expecting maybe a sentimental ode to motherhood, right? Hebbel has other plans. 'Mutter und Kind' (Mother and Child) is a narrative poem that hits the ground running.

The Story

A mother is on the run. We don't get the specifics of the war or the politics—Hebbel keeps the focus tight. She's fleeing through a dangerous, broken world with her young child. The seven parts of the poem follow their journey, capturing her terror, her exhaustion, and the overwhelming need to protect this tiny life against impossible odds. It's a survival story, stripped down to its most essential element: the bond between them.

Why You Should Read It

What grabbed me was how unsentimental it is. This isn't a Hallmark card. The mother's love is portrayed as something desperate, fierce, and almost brutal in its intensity. Hebbel shows us how crisis can strip away everything polite, leaving only the raw, powerful core of a relationship. Reading it feels urgent. You're right there in the dark woods with them, feeling every snapped twig, sharing every silent prayer.

Final Verdict

This is perfect for readers who love classic literature but want something direct and punchy, not a sprawling 800-page novel. If you're interested in poetry that tells a gripping story, or if you've ever wondered how love operates under extreme pressure, give this a few hours of your time. It's a compact, powerful punch of emotion from the 19th century that still feels startlingly immediate.



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Donald Brown
9 months ago

After hearing about this author multiple times, the depth of research presented here is truly commendable. I will read more from this author.

Lucas Jackson
10 months ago

Perfect.

Christopher Walker
5 months ago

This book was worth my time since the plot twists are genuinely surprising. I couldn't put it down.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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