Delphine by Madame de Staël

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By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Old Maps
Staël, Madame de (Anne-Louise-Germaine), 1766-1817 Staël, Madame de (Anne-Louise-Germaine), 1766-1817
French
Ever feel like society's rules are suffocating you? Meet Delphine, an 18th-century French widow who's too smart, too outspoken, and too generous for her own good. This novel follows her impossible choices: follow her heart and risk ruin, or obey society's expectations and lose herself. Published in 1802 by one of Europe's most brilliant women, it reads like a secret diary from a time when a single rumor could destroy a life. It's less about romance and more about the high price of being authentic in a world that demands conformity. If you've ever felt trapped by what people think, you'll recognize yourself in Delphine's struggle.
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verstehen, was für Deutschland in diesem Krieg auf dem Spiele steht. Meine Fahrt an die Front war also in erster Linie eine politische Studienreise. Aber auch andere Absichten und Gedanken ließen mich Sehnsucht nach der Front empfinden. Ich wollte den _Krieg_ als solchen sehen und kennen lernen, um auch für andere die Schatten- und die Lichtseiten des Krieges beschreiben zu können. Die Schattenseiten sind Haß, Vernichtung, verbrannte Häuser, vergeudete Ernten, Verwundete, Krüppel, Gräber, Trauer und Sorge. Aber auch Lichtseiten hat ein Krieg, der von einem einigen Volk ausgefochten wird, das leben und seine Selbständigkeit bewahren will. Das sind die Einigkeit, Opferwilligkeit und Siegesgewißheit der Deutschen. Und schließlich wollte ich mit eigenen Augen sehen, wie weit Zivilisation, Christentum und Friedensbestrebungen im Jahre 1914 nach Christi Geburt gediehen waren! Im ersten Abschnitt des Krieges hatte die englische Presse die Deutschen barbarischer Grausamkeit gegen ihre Gefangenen und gegen verwundete Feinde beschuldigt. Keinen Augenblick hatte ich daran geglaubt, aber _um der Germanen willen wollte ich die Verleumdung ausrotten und die Wahrheit zur Kenntnis der Allgemeinheit bringen_. Kann man nichts anderes von einem Volk verlangen, das auf der Höhe der Kultur stehen will, so doch mindestens das eine: daß es seinem Gegner nicht Verbrechen vorwirft, die er nie begangen hat. Deutsche Proteste gegen die Beschuldigungen der feindlichen Zeitungen nützten natürlich nichts. Vielleicht glaubt man _mir, wenn ich vor Gott beteuere, daß ich keine Zeile niederschreibe, die nicht Wahrheit ist, und nichts anderes schildere, als was ich mit eigenen Augen gesehen habe_.... 1. Wo ist das Große Hauptquartier? Mit diesen Gedanken trug ich mich Anfang September; sie waren in mir selbst entstanden, ohne den Schatten eines Impulses von schwedischer oder deutscher Seite. Als ich meinen Beschluß gefaßt hatte, wandte ich mich an den deutschen Gesandten in Stockholm, Exzellenz von Reichenau, der mit größter Freundlichkeit meinen Wunsch an die betreffende Stelle in Deutschland weitergab. Nach acht Tagen erhielt ich die Antwort, mein Besuch an der Front werde willkommen sein. Schon am folgenden Tag, am 11. September, trat ich meine Reise ins Ungewisse an, und am 12. September ließ ich mich im Auswärtigen Amt in Berlin, Wilhelmstraße Nr. 76, melden. Der Unterstaatssekretär Herr von Zimmermann, der den Minister des Äußeren in Berlin vertritt, solange Exzellenz von Jagow sich im Großen Hauptquartier aufhält, nimmt mich mit offenen Armen auf und teilt mir mit, das einzige, was er wisse, sei, daß ich mich nur geradeswegs zu Exzellenz von Moltke ins Große Hauptquartier zu begeben habe. »Aber wo ist das Große Hauptquartier?« frage ich. »Das ist Geheimnis«, antwortet Herr von Zimmermann lächelnd. »Aber wie soll ich dann hinkommen?« »Der Chef des Generalstabs, General von Moltke, hat Befehl gegeben, daß ein Automobil zu Ihrer Verfügung stehen soll. Sie können jederzeit aufbrechen. Als Begleiter erhalten Sie einen Offizier und einen Soldaten; Sie können in einer Tour Tag und Nacht fahren, aber auch selbst Weg und Reisezeit wählen. Mit einem Wort: Sie haben volle Freiheit.« »Und dann?« »Ihr weiteres Geschick hören Sie von Exzellenz von Moltke. Das einzige, woran Sie jetzt zu denken haben, ist, ihn aufzusuchen.« »Und wo finde ich das Auto?« »Darüber gibt Ihnen dieses Papier Bescheid.« Herr von Zimmermann überreichte mir ein vom Großen Generalstab unterzeichnetes Blatt etwa folgenden Inhalts: »Der Inhaber dieses Zeugnisses ist berechtigt, sich des Relais des Kaiserlichen Freiwilligen Automobilkorps bis ins Große Hauptquartier zu bedienen. Was irgendwie seine Reise erleichtern kann, soll zu seiner Verfügung stehen.« Das Freiwillige Automobilkorps hatte in der Friedrichstraße Nr. 243 sein Bureau; sein Chef war ~Dr.~ Arnoldi. Ich fand ihn in einem großen mit Offizieren und Ordonnanzen gefüllten Arbeitszimmer, dessen Tische mit Karten, Papieren und Telegrammen bedeckt waren, und wurde auch hier...

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Imagine you're a wealthy young widow in post-revolutionary France. You're intelligent, independent, and kind-hearted. Society should adore you, right? For Delphine d'Albémar, it's the opposite. Her very goodness makes her dangerous in the eyes of a gossipy, rigid aristocracy.

The Story

Delphine falls deeply in love with Léonce de Mondoville, a nobleman engaged to her timid cousin, Mathilde. What follows is a heartbreaking chain of misunderstandings, cruel gossip, and impossible sacrifices. Every time Delphine tries to do the right thing—help a friend, speak her mind, follow her heart—it backfires spectacularly. The plot turns on intercepted letters, whispered scandals in salons, and the brutal court of public opinion. It’s a tense, emotional ride where the biggest villain isn't a person, but the unwritten rules of society itself.

Why You Should Read It

Madame de Staël writes with a fiery intelligence that still feels fresh. She doesn't just tell a sad love story; she dissects the machinery of reputation and the specific ways it crushes women. Reading Delphine, you're getting the raw, furious perspective of a woman who lived this struggle. Staël herself was exiled by Napoleon for her ideas. This book is her argument for emotion, passion, and individual conscience against cold social duty. Delphine and Léonce aren't perfect—they're frustrating, proud, and often their own worst enemies—which makes their fate all the more gripping.

Final Verdict

Perfect for readers who love classic stories with serious bite, like Jane Eyre or The Age of Innocence. It's for anyone who’s fascinated by the tension between society and the self. Fair warning: it's a product of its time (long sentences, dramatic declarations), but the core conflict—how much of yourself will you sacrifice to belong?—is timeless. Keep some tea (or something stronger) handy; you'll need it for this emotional, brilliant, and surprisingly urgent classic.



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