Das Friedensfest : Eine Familienkatastrophe by Gerhart Hauptmann

(1 User reviews)   4775
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Old Maps
Hauptmann, Gerhart, 1862-1946 Hauptmann, Gerhart, 1862-1946
German
Ever been to a family dinner that felt like a ticking time bomb? That's 'Das Friedensfest' (The Reconciliation) in a nutshell. This isn't a warm holiday story—it's a brutal, one-act play that unfolds over a single, tense Christmas Eve. Three adult siblings, scarred by their parents' vicious marriage, are forced to spend the holiday together. The 'peace' they're supposed to celebrate is a complete lie. Old wounds rip open, accusations fly, and you can just feel the walls closing in. It's a short, sharp shock of a read about how family trauma echoes through generations. If you've ever wondered why someone can't just 'get over' their childhood, this play shows you why.
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der Balkendecke angebracht, ist mit frischen Lichtern besteckt. Mitten in der Hinterwand ein nach innen vorspringendes Gehäuse mit Glasthür durch die man das schwere, geschnitzte Eichenportal des Hauses erblicken kann. Oben auf dem Gehäuse befindet sich ausgestopft ein balzender Auerhahn. Seitlich über dem Gehäuse rechts und links je ein Fenster, befroren und zum Theil mit Schnee verweht._ _Die Wand rechts weist einen offenen, thorartigen Bogen auf, der nach der Treppe in die oberen Stockwerke führt. Von zwei niedrigen Thüren derselben Wand führt die eine nach dem Keller, die andere zur Küche. Die gegenüberliegende Wand hat ebenfalls zwei Thüren, welche beide in ein und dasselbe Zimmer führen. Zwischen diesen Thüren eine alte Standuhr, auf deren Dach ein ausgestopfter Kauz hockt. Die Möblirung des Raumes besteht aus alten, schweren Eichenholztischen und Stühlen. Parallel mit der Seitenwand, rechts vom Zuschauer eine weiß gedeckte Tafel. Rechts im Vordergrund ein eisernes Oefchen mit längs der Wand hingehender Rohrleitung. Alle Thüren sind bunt, die Thürfüllungen mit primitiven Malereien, Papageien ⁊c. darstellend versehen._ Erster Vorgang. _Die Halle ist mit grünen Reisern ausgeschmückt. Auf den Steinfliesen liegt ein Christbaum ohne Fuß. +Friebe+ zimmert auf der obersten Kellerstufe einen Fuß zurecht. Einander gegenüberstehend zu beiden Seiten der Tafel beschäftigen sich Frau +Buchner+ und Frau +Scholz+ damit, bunte Wachslichte in den dazu gehörigen Tüllen zu befestigen. Frau Buchner ist eine gesundaussehende, gut genährte, freundlich blickende Person, einfach, solid und sehr adrett gekleidet. Schlichte Haartracht. Ihre Bewegungen sind bestimmt, aber vollständig ungezwungen. Ihr ganzes Wesen drückt eine ungewöhnliche Herzlichkeit aus, die durchaus echt, auch wenn die Art, mit der sie sich kund giebt, zuweilen den Eindruck der Ziererei macht. Ihre Sprache ist geflissentlich rein, in Momenten des Affects deklamatorisch. Ein Hauch der Zufriedenheit und des Wohlbehagens scheint von ihr auszugehen. -- Anders Frau Scholz: Sie ist eine über ihre Jahre hinaus gealterte Person mit den beginnenden Gebrechen des Greisenalters. Ihre Körperformen zeigen eine ungesunde Fettansammlung. Ihre Hautfarbe ist weißlichgrau. Ihre Toilette ist weniger als schlicht. Ihr Haar ist grau und nicht zusammengerafft; sie trägt eine Brille. Frau Scholz ist schußrig in ihren Bewegungen, ruhelos, hat eine zumeist weinerliche oder winsliche Sprechweise und erregt den Eindruck andauernder Aufgeregtheit. Während Frau Buchner nur für andere zu existiren scheint, hat Frau Scholz vollauf mit sich selbst zu thun. -- Auf der Tafel zwei fünfarmige, mit Lichtern besteckte Girandolen. Weder der Kronleuchter noch die Girandolen sind angesteckt. Brennende Petroleumlampe._ +Friebe+ _(führt mit dem Beil einen Schlag)_: Da jeht mer ooch keen Schlag nich fehl. +Frau Scholz+: -- ffff!!! Ich kann’s doch aber nich hören, Friebe! wie oft hab’ ich Ihn’n schon ... wie leicht kann Ih’n das Beil abfahren. Auf Steinen hackt man nich Holz! +Friebe+: Da jarantir ick for. Wofor wär ick d’nn sonst zehn Jahre Rejimenter jewesen? +Frau Buchner+: Regimenter? +Frau Scholz+: Er war Vorarbeiter in den königlichen Forsten. +Friebe+: Keen -- _(er schlägt zu)_ -- Schlag da -- ä! _(er schlägt)_ komm ich for uff. _(Er steigt herauf, betrachtet, was er gemacht hat, bei der Lampe und befestigt dann den Christbaum, so daß er aufrecht steht. Friebe ist klein, bereits ein wenig gebeugt, obeinig und hat eine Glatze. Sein kleines, bewegliches Affengesichtchen ist unrasirt. Kopfhaare und Bartstoppeln spielen in’s Gelblichgraue. Er ist ein Allerweltsbastler. Der Rock, welchen er trägt, ein Ding, das von Putzpulver, Oel, Stiefelwichse, Staub ⁊c. starrt, ist für einen doppelt so großen Mann berechnet, deshalb die Aermel aufgekrempt, die Rockflügel weit übereinander gelegt. Er trägt eine braune, verhältnißmäßig saubre Hausknechtsschürze, unter welcher er von Zeit zu Zeit eine Schnupftabacksdose hervorzieht, um mit Empfindung zu schnupfen. Der Baum ist befestigt, Friebe hat ihn auf die Tafel gehoben, steht davor und...

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Gerhart Hauptmann's Das Friedensfest (The Reconciliation) is a claustrophobic family drama set on Christmas Eve. Three adult siblings—Robert, Wilhelm, and Ida—gather at their family home. The occasion is supposed to be a peaceful holiday, but the atmosphere is thick with unspoken pain. Their entire lives have been poisoned by the memory of their parents' marriage, a decades-long war of cruelty and resentment that ended with their father's death.

The Story

The play is a masterclass in tension. As the siblings and their mother try to go through the motions of a festive evening, every conversation is a landmine. They can't talk about the past without fighting, and they can't avoid it because it's written all over them. Robert, the eldest, is rigid and bitter. Wilhelm is a nervous wreck. Ida tries to be the peacemaker, but it's hopeless. The ghost of their father and the fury of their still-living mother hang over every moment. The 'peace festival' of the title becomes a painfully ironic backdrop for a final, devastating confrontation with the truth.

Why You Should Read It

This play hits hard because it feels so real. Hauptmann doesn't give us villains, just broken people passing their damage onto each other. You see how childhood isn't something you leave behind; it lives in your nerves and shapes every relationship. The dialogue crackles with subtext—what the characters don't say is just as loud as what they do. It's a bleak but fascinating look at the idea that sometimes, the only thing a family shares is a history of hurt.

Final Verdict

Perfect for readers who love intense character studies and don't mind a story that leaves you feeling a bit winded. It's a classic of German Naturalism, so if you're interested in theatre history or psychological realism, this is a must-read. Just don't pick it up expecting Christmas cheer. This is the anti-holiday story, a powerful, hour-long plunge into a family's heart of darkness.



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Deborah Smith
7 months ago

A must-have for anyone studying this subject.

3
3 out of 5 (1 User reviews )

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