Märchen-Almanach auf das Jahr 1826 by Wilhelm Hauff

(5 User reviews)   4919
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
Ever wonder what happens when a storyteller gets trapped inside his own tales? That's the brilliant setup of Wilhelm Hauff's 1826 story collection. A young man named Felix, who's just inherited a strange old book, finds himself reading about a character named... himself. As the lines between his reality and the book's fairy tales blur, he's pulled into a magical and dangerous quest. It's not just a book of stories; it's a story about stories, full of clever twists, talking animals, and a mystery that will keep you guessing until the very last page. Think of it as a 19th-century 'Inception' with a lot more magic carpets.
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Die Königin stützte die Stirne in die Hand und schwieg sinnend. „Und woher soll es denn“, fragte die Königin, „kommen, Märchen, daß sich die Leute da unten so geändert haben?“ „Sieh, die Menschen haben kluge Wächter aufgestellt, die alles, was aus deinem Reich kommt, o Königin Phantasie, mit scharfem Blicke mustern und prüfen. Wenn nun einer kommt, der nicht nach ihrem Sinne ist, so erheben sie ein großes Geschrei, schlagen ihn tot oder verleumden ihn doch so sehr bei den Menschen, die ihnen aufs Wort glauben, daß man gar keine Liebe, kein Fünkchen Zutrauen mehr findet. Ach, wie gut haben es meine Brüder, die Träume, fröhlich und leicht hüpfen sie auf die Erde hinab, fragen nichts nach jenen klugen Männern, besuchen die schlummernden Menschen und weben und malen ihnen, was das Herz beglückt und das Auge erfreut!“ „Deine Brüder sind Leichtfüße“, sagte die Königin, „und du, mein Liebling, hast keine Ursache, sie zu beneiden. Jene Grenzwächter kenne ich übrigens wohl; die Menschen haben so unrecht nicht, sie aufzustellen; es kam so mancher windige Geselle und tat, als ob er geradewegs aus meinem Reiche käme, und doch hatte er höchstens von einem Berge zu uns herübergeschaut.“ „Aber warum lassen sie dies mich, deine eigene Tochter, entgelten“, weinte Märchen. „Ach, wenn du wüßtest, wie sie es mit mir gemacht haben; sie schalten mich eine alte Jungfer und drohten, mich das nächste Mal gar nicht mehr hereinzulassen.“ „Wie, meine Tochter nicht mehr einzulassen?“ rief die Königin, und Zorn rötete ihre Wangen. „Aber ich sehe schon, woher dies kommt; die böse Muhme hat uns verleumdet!“ „Die Mode? Nicht möglich!“ rief Märchen, „sie tat ja sonst immer so freundlich.“ „Oh! Ich kenne sie, die Falsche“, antwortete die Königin, „aber versuche es ihr zum Trotze wieder, meine Tochter, wer Gutes tun will, darf nicht rasten.“ „Ach, Mutter! Wenn sie mich dann ganz zurückweisen, oder wenn sie mich verleumden, daß mich die Menschen nicht ansehen oder einsam und verachtet in der Ecke stehen lassen?“ „Wenn die Alten, von der Mode betört, dich geringschätzen, so wende dich an die Kleinen, wahrlich, sie sind meine Lieblinge, ihnen sende ich meine lieblichsten Bilder durch deine Brüder, die Träume, ja, ich bin schon oft selbst zu ihnen hinabgeschwebt, habe sie geherzt und geküßt und schöne Spiele mit ihnen gespielt; sie kennen mich auch wohl, sie wissen zwar meinen Namen nicht, aber ich habe schon oft bemerkt, wie sie nachts zu meinen Sternen herauflächeln und morgens, wenn meine glänzenden Lämmer am Himmel ziehen, vor Freuden die Hände zusammenschlagen. Auch wenn sie größer werden, lieben sie mich noch, ich helfe dann den lieblichen Mädchen bunte Kränze flechten, und die wilden Knaben werden stiller, wenn ich auf hoher Felsenspitze mich zu ihnen setze, aus der Nebelwelt der fernen, blauen Berge hohe Burgen und glänzende Paläste auftauchen lasse und aus den rötlichen Wolken des Abends kühne Reiterscharen und wunderliche Wallfahrtszüge bilde.“ „O die guten Kinder!“ rief Märchen bewegt aus. „Ja, es sei! Mit ihnen will ich es noch einmal versuchen.“ „Ja, du gute Tochter“, sprach die Königin, „gehe zu ihnen; aber ich will dich auch ein wenig ordentlich ankleiden, daß du den Kleinen gefällst und die Großen dich nicht zurückstoßen; siehe, das Gewand eines Almanachs will ich dir geben.“ „Eines Almanachs, Mutter? Ach!—Ich schäme mich, so vor den Leuten zu prangen.“ Die Königin winkte, und die Dienerinnen brachten das zierliche Gewand eines Almanachs. Es war von glänzenden Farben und schöne Figuren eingewoben. Die Zofen flochten dem schönen Mädchen das lange Haar; sie banden ihr goldene Sandalen unter die Füße und hingen ihr dann das Gewand um. Das bescheidene Märchen wagte nicht aufzublicken, die Mutter aber...

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If you pick up Hauff's 1826 Almanac expecting a simple collection of fairy tales, you're in for a wonderful surprise. This book is much cleverer than that.

The Story

The book opens with a young man named Felix. He inherits a mysterious old volume from his godfather. When he starts to read it, he's shocked to find a story about a character who shares his name and his life. As he reads on, the magical tales in the book—featuring everything from a caliph turned stork to a ghostly rider—begin to weave into his own reality. Felix isn't just reading these stories; he's living them, and he must navigate their perils to solve the riddle of the book and his own destiny.

Why You Should Read It

Hauff's genius is how he frames these classic-feeling tales. The stories themselves are fantastic—full of wit, moral lessons, and vivid imagination—but it's the 'story around the stories' that really hooked me. You get the cozy feeling of classic folklore, but with a meta-layer that feels surprisingly modern. Felix's journey makes you think about how stories shape us and how we might be characters in tales we don't even know we're part of.

Final Verdict

This is a perfect pick for anyone who loves the Brothers Grimm but wants something with an extra twist. It's for readers who enjoy clever storytelling and don't mind a tale that makes them think a little. If you like your magic with a side of mystery and your classics with a fresh structure, Hauff's forgotten gem is waiting for you.



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Dorothy Ramirez
1 year ago

Helped me clear up some confusion on the topic.

Karen Flores
1 year ago

A bit long but worth it.

Melissa Perez
1 year ago

Very interesting perspective.

Kimberly Jackson
2 months ago

Honestly, the emotional weight of the story is balanced perfectly. I would gladly recommend this title.

Barbara Martin
1 year ago

Amazing book.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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