Wir Menschen: Gedichte by Walther Georg Hartmann

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Hartmann, Walther Georg, 1892-1970 Hartmann, Walther Georg, 1892-1970
German
Ever feel like you're reading a poem and it's speaking directly to you? That's what happened to me with this little collection by Walther Georg Hartmann. It's called 'Wir Menschen'—'We Humans'—and it's exactly that. These poems, written across decades of the 20th century, feel like quiet conversations with someone who saw everything from wars to simple sunrises. They're not flashy or overly complicated. They just... get it. If you've ever wanted to try poetry but find it intimidating, this is your perfect starting point. It’s like finding a wise, old friend in a used bookstore.
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Walther Georg Hartmann Wir Menschen Gedichte Kurt Wolff Verlag München Bücherei »Der Jüngste Tag« Band 79 Gedruckt bei Dietsch & Brückner, Weimar Copyright 1920 by Kurt Wolff Verlag, München I Wir Menschen Menschen Über die Berge rauschen schwankende Wälder, An die Küsten schlagen die Ozeane, Wolken ziehen weiß von Stadt zu Stadt, Und in die Ebenen fallen Winde ein. -- Ausgeschüttet in die unendlichen Nächte, Die aufgewölbt strömendes Mondlicht tragen, -- Wir Menschen, Veratmen wir uns aneinander. An Sonnen und Sternen drehen wir uns vorbei, Kleine Erde rollt unfühlbar durch kreisenden Raum, Glühende Endlichkeiten springen an uns vorüber, Und schwebendes Gleichgewicht trägt uns durch schimmernde Welten. -- Aufgesogen von blauen, zitternden Tagen, -- Wir Menschen, Werfen wir uns gegen Schöpfung und Ewigkeit. Wann wird der Mensch sich endlich ausgestalten, Daß alle Kraft in seinem Inneren kreist? O fremde Sehnsucht, stürmische Gewalten, Wir sammeln Schöpfung, die euch schweigen heißt! Bist du, mein Blut, denn meinen Adern fremd Und immer wieder treu uralten Säften? Bist, Seele, du noch immer eingehemmt Und immer nur noch Kraft in dunklen Kräften? Fühlst du, mein Atem, dich noch eingeengt Und suchst dich in des Himmels Wind zu drängen? Bist du, mein Traum, noch immer formbezwängt Und mußt das irdische Gesetz zersprengen? Wann wird der Mensch sich endlich ausgestalten, Daß alle Kraft in seinem Inneren kreist, Daß seine Adern alle Ströme halten? Wann endlich überflügelt sein Entfalten Die Sehnsucht, die ins Leere uns zerreißt, Daß wir uns Erde werden, Kraft und Geist?! Wir sind begraben Unter der Welt Wie unter dem riesigen Himmel der Sterne. Schicksale haben Uns ins Leben gestellt Wie in zerwehte, nachtdunkle Ferne. Nun fühlen wir, Daß etwas mit uns geschieht, Dem wir nicht gebieten; Daß dunkle Gier Uns in die Wirrnis von Taten zieht, Die wir nicht schmieden. Zuweilen denken wir lächelnd der toten Zier Von Wollen und Träumen, die nicht gerieten. Wir singen doch niemals unser eigenes Lied! Wir sagen doch niemals, was unsere Seele hält Als eigenstes Wort! -- Befehlende Tage haben Erstickt unsere Stimmen ... Wir sind begraben Unter dem Übermaß der Welt. Abend Jetzt geht Licht auf in allen Stuben, Und das tägliche Wunder macht alle zarter. Gesichter wenden sich zueinander, Die sich eben einsam im Dunkel vergruben. Tisch und Stuhl und Buch werden neu begonnen. Straße sinkt tiefenblau hinter spiegelnde Fenster. Gutes Allein-Sein in Stille perlt durch die Sinne, Als sei ein warmer, emsiger Hafen gewonnen. Ich sehe euch alle, Gesichter, erleuchtete Wangen, -- Von einer Lampe mildem Licht bin ich mit euch umfangen. In den Tag wächst Liebe aus dem Traum In Nächten ausgeströmter Träume reisen Wir in das Ahnen, das der Tag uns bot. In Sternen schmilzt die Angst, die ihn umdroht, Die Dinge treten aus des Schicksals Not, Und Welt und Menschen lassen sich ergreifen. Leis drängt sich ein, was ohne Antwort blieb, Und viele Worte fließen zu Gesang. Was leer gefragt, wird als Geheimnis lieb. Die Seelen tauchen auf, an deren Saum Wir streiften, spenden tiefverwandten Klang. Und in den Tag wächst Liebe aus dem Traum. Frühe Stunde Im Morgenhimmel schwammen die Sterne heilig und blau, Wind kam von Höhen und Bäumen feucht von Nacht. Träume liefen auf Straßen, geschreckt vom Tau, Und kindliches Wachsein ward in den Herden entfacht. Gelöst aus Schlaf und stillem Stubenlicht Ging jeder schwer noch mit sich selbst allein, Gewöhnte sich dem alten Angesicht Und schwand so wie die Sterne in den Tag hinein. Begegnung Kann denn das sein: daß ich hingehe zu dir Unter dem Sternenhimmel, Durch wirbelnden Straßenklang Und Netze von Laternen, Hinreise wie zu der kleinsten Insel, Auf der wir uns treffen werden? Kann denn das...

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This book isn't a novel with a plot. It's a collection of poems by Walther Georg Hartmann, a German writer who lived through both World Wars and the massive changes of the 20th century. 'Wir Menschen' gathers his reflections on being human during those times. You won't find a single story, but a series of moments—some about the ache of loss, others about the stubborn beauty of a flower growing in rubble, and many about the quiet, everyday things that keep us going.

The Story

There's no traditional plot. Instead, the "story" is the arc of a life and a century observed. The poems move through themes of love, grief, nature, war, memory, and hope. One poem might capture the loneliness of a soldier, the next the simple joy of a shared meal. Reading it feels like looking through someone's private journal, where big historical events and small personal feelings sit right beside each other.

Why You Should Read It

I love this book because it makes poetry feel accessible. Hartmann's language is clear and direct. He cuts to the heart of things without fancy words. Reading these poems, I kept thinking, "Yes, that's exactly how that feels." There's a deep humanity here that hasn't aged. In our busy, noisy world, this collection is a chance to pause and connect with thoughts that are both personal and universal.

Final Verdict

This is a perfect book for anyone curious about poetry but unsure where to start. It's also great for readers interested in 20th-century European history from a very intimate, ground-level perspective. If you enjoy quiet, thoughtful writing that packs an emotional punch without shouting, you'll find a lot to love here. Keep it on your nightstand for when you need a moment of reflection.



ℹ️ No Rights Reserved

Legal analysis indicates this work is in the public domain. Access is open to everyone around the world.

Lucas Robinson
1 year ago

I have to admit, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. Worth every second.

Emma Davis
4 months ago

The layout is very easy on the eyes.

Jackson Anderson
1 year ago

Surprisingly enough, the clarity of the writing makes this accessible. Absolutely essential reading.

Elizabeth Martin
1 year ago

Without a doubt, the plot twists are genuinely surprising. A valuable addition to my collection.

Elizabeth Lewis
3 months ago

Simply put, the flow of the text seems very fluid. Absolutely essential reading.

4.5
4.5 out of 5 (10 User reviews )

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