Die Kinder auf dem Abendberg: Eine Weihnachtsgabe by Gräfin Ida Hahn-Hahn

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Hahn-Hahn, Ida, Gräfin, 1805-1880 Hahn-Hahn, Ida, Gräfin, 1805-1880
German
Ever wonder what a 19th-century German countess thought about Christmas? I just finished 'Die Kinder auf dem Abendberg' (The Children on the Evening Mountain), and it's not your typical cozy holiday story. It's a little dark, honestly. The book follows a group of children who find themselves in a strange, isolated place called Abendberg around Christmastime. It feels less like a festive tale and more like a quiet, psychological look at childhood innocence bumping up against a harsh world. If you like classic literature with a somber, thoughtful mood instead of sleigh bells and sugarplums, this forgotten gem might surprise you. It’s a short read, but it sticks with you.
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Knechte, welche Garten und Heerde besorgen, gehören mit in diesen Kreis. Die Heerde besteht aus einem Dutzend Ziegen, vier Kühen, zwei Eseln, als Lastthieren, und einem Pferd. Wiesen und Garten sind ergiebig und die Kirschbäume gedeihen vortrefflich. Die Einrichtung des Hauses ist einfach bis zur Aermlichkeit; hölzerne Wände, Bänke, Stühle; arme kleine Betten. Die beiden engen Zimmerlein des Doctor Guggenbühl sind wahre Zellen! ein Schreibtisch, ein Bücher- und ein Apothekerschrank in dem einen -- in dem andern sein Bett, und ein großer Tisch vor einem Sopha, der für Fremde bestimmt ist -- das füllt sie; und an so wenig Bedürfnisse kann man sich gewöhnen, wenn man die eigene Person einer höheren Idee unterordnet. Die meisten Kinder haben blutarme Eltern, die nichts zahlen können. Hauptsächlich lebt und zehrt die kleine Anstalt von ihrem Eigenthum, ihrem Grund und Boden; Gemüse, Milch, Brennholz giebt es da oben. Ferner ist der Doctor Guggenbühl practischer Arzt, freilich nur in den Dörfern des Thals von Interlachen; das mag ihm einiges Einkommen verschaffen. Milde Seelen giebt es denn doch auch in der Nähe und Ferne, die sich für ein so menschenfreundliches Unternehmen durch Unterstützung theilnehmend erweisen, und ein Gotteskasten steht in dem großen Zimmer, wo der Fremde die Kinder beisammen findet. So existirt die kleine Anstalt. Gott segne und behüte sie! Hat einst die heilige Theresie gesagt als sie die Reformation des Carmeliterordens unternahm: »Theresie und 9 Dukaten, das ist sehr wenig, aber Gott, Theresie und 9 Dukaten ist genug;« hat einst der Abbé de l'Epée mit seinem geringen Einkommen von 2000 Franken zehn Jahr lang seine geliebten taubstummen Zöglinge erhalten: so wird Gott denn auch wol sorgen für die Kinder auf dem Abendberg. Ich aber habe mir das Wort gegeben die Herzen für sie zu erwärmen und zu gewinnen so sehr ich kann; denn dies ist eine große und heilige Angelegenheit der ganzen Menschheit! denn diese Armen, diese Elenden, diese Versunkenen sind unsers Geschlechts! Ja, ja! sind ebensogut unsers Geschlechts als die hohen und großen Geister, mit denen die Verwandtschaft unserm stolzen Geiste so wohl thut, sind auch mit Schmerzen von ihren Müttern geboren, sind auch mit Freuden von ihren Vätern begrüßt, sind auch bestimmt der Segnungen theilhaft zu werden, die Gott den Menschen während ihres irdischen Lebensabschnittes ertheilt, sind auch begnadet mit einer unsterblichen Seele, welche nur nicht der krankhaft irdischen Stoffe Herr werden kann, die sich um sie ballen, und für welche der Tod, mehr noch als für uns Alle, eine selige Befreiung sein wird. Keines dieser Kinder war boshaft oder hämisch; das werden sie nur da draußen, wenn man sie neckt und plagt. Im Gegentheil! die, welchen das Bewußtsein aufdämmerte waren freundlichen Gemüths, reichten ihren Pflegern die Hand, suchten sich an sie zu schmiegen, suchten sie anzulächeln, was freilich auf den armen mißbildeten Gesichtern sehr unlieblich aussah. Ein kleines Mädchen wurde gar nicht müde uns, den Fremden, die Hand zu geben, und ein siebenjähriger Knabe, kaum ellenhoch, kam mühselig an seinem Stock daher gewankt, und sah mich an so freundlich er nur konnte. Ach, sie haben ja kein andres Mittel um ihr Wohlwollen auszudrücken; denn sprechen konnte Keines. Die Buchstaben und den eignen Namen nennen konnten Einige, und das hatten sie erst da oben gelernt. Aber weil sie doch wenigstens _das_ gelernt haben, so giebt das Muth um an die Möglichkeit der Erweiterung ihrer Begriffe und Vorstellungen zu glauben. Die ersten Jahre sind für die Entwickelung des Cretinismus die gefährlichsten, die entscheidenden. Sind die Kinder in gesunder Luft und Pflege erwachsen oder auch nur herangewachsen, so dürfen sie in ihre Thäler zurückkehren ohne Furcht der Krankheit zu verfallen, doch freilich nicht mit der...

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Let’s be clear from the start: if you’re looking for a heartwarming Christmas story with a guaranteed happy ending, this probably isn’t it. But if you’re curious about a more serious, almost haunting take on the season from 1845, you’ve come to the right place.

The Story

The plot is simple on the surface. A group of children end up in a remote, mysterious place called Abendberg. It’s not a cheerful winter village; it feels lonely and cut off. The story unfolds as they navigate this strange environment and the odd, often troubled adults they encounter there. The ‘Christmas gift’ of the subtitle feels ironic—it’s less about presents and more about the heavy, sometimes sorrowful realities of life that these kids are forced to witness.

Why You Should Read It

I was fascinated by the mood Hahn-Hahn creates. She doesn’t shy away from sadness or moral complexity. The children aren’t just cute symbols; they feel real, caught between their own innocence and the confusing, flawed world of adults. It’s a quiet book that makes you think about loss, compassion, and what it really means to ‘save’ someone. Reading it feels like uncovering a secret, a side of 19th-century literature we don’t often see in translation.

Final Verdict

This is a book for the curious reader. It’s perfect for someone who enjoys classic European literature, historical Christmas stories that aren’t all cheer, or anyone interested in early feminist writers (Hahn-Hahn was quite a figure!). It’s short, dense, and moody—a compelling glimpse into another time’s holiday spirit, which wasn’t always bright.



🔓 Open Access

This text is dedicated to the public domain. Preserving history for future generations.

Ashley Garcia
9 months ago

Having read this twice, the depth of research presented here is truly commendable. One of the best books I've read this year.

Robert Miller
4 weeks ago

After hearing about this author multiple times, the content flows smoothly from one chapter to the next. Thanks for sharing this review.

Lisa Lewis
4 days ago

Text is crisp, making it easy to focus.

Jennifer Davis
1 year ago

Comprehensive and well-researched.

4
4 out of 5 (4 User reviews )

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