Sklaven der Liebe, und andere Novellen by Knut Hamsun

(2 User reviews)   4267
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Hamsun, Knut, 1859-1952 Hamsun, Knut, 1859-1952
German
Ever felt love turn you into someone you don't recognize? That's the unsettling heart of Knut Hamsun's 'Slaves of Love, and Other Novellas.' Forget sweet romance—this collection is about the messy, desperate, and sometimes downright destructive ways people get tangled up in each other. Hamsun, a master of getting under your skin, shows characters who aren't just in love; they're possessed by it, making terrible choices and losing themselves completely. If you're tired of predictable love stories and want something that feels raw and real, this book will grab you and won't let go. It's a short but powerful punch to the gut.
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und hatte schöne, dunkle Augen, -- und meine Augen waren blau. Ich blieb einen Augenblick bei ihnen stehen und hörte zu, wovon sie sprachen: sie machte ihm Vorwürfe, sie war seiner überdrüssig und hieß ihn gehen. Ich dachte in meinem Herzen: Heilige Jungfrau, warum geht er nicht zu mir? Am nächsten Abend kam er mit seinen beiden Freunden und nahm wieder an meinem Tisch Platz. Ich ging nicht heran, wie ich sonst wohl that, sondern stellte mich, als hätte ich sie nicht bemerkt. Als er mir winkte, trat ich an den Tisch und sagte: »Sie waren gestern nicht hier.« »Wie wundervoll unsere Kellnerin gewachsen ist,« sagte er zu seinen Kameraden. »Bier?« fragte ich. »Ja,« antwortete er. Und im Geschwindschritt holte ich drei Seidel. Ein paar Tage vergingen. Er gab mir eine Karte und sagte: »Bringen Sie die hinüber zu ...« Ich nahm die Karte, ehe er ausgesprochen hatte und brachte sie der gelben Dame. Unterwegs las ich seinen Namen: Wladimierz F. Als ich zurückkam, sah er mich fragend an. »Ja, ich habe sie hingebracht,« sagte ich. »Und Sie haben keine Antwort erhalten?« »Nein.« Er gab mir eine Mark und sagte lächelnd: »Keine Antwort ist auch eine Antwort.« Den ganzen Abend blieb er sitzen und starrte zu der Dame und ihren Begleitern hinüber. Um elf Uhr stand er auf und ging an ihren Tisch. Sie empfing ihn kühl, ihre beiden Herren aber ließen sich näher mit ihm ein und schienen ihn zu foppen. Er blieb einige Minuten, und als er wiederkam, sagte ich ihm, daß in die eine Tasche seines Sommerüberziehers Bier gegossen sei. Er zog ihn aus, wandte sich hastig um und sah einen Augenblick nach dem Tisch der Cirkusdame hinüber. Ich trocknete ihm den Überzieher ab und er sagte lächelnd zu mir: »Danke, Sklavin!« Als er ihn wieder anzog, half ich ihm und strich ihm heimlich über den Rücken. Er setzte sich, zerstreut. Einer seiner Freunde bestellte noch Bier, ich nahm das Seidel und wollte auch F.s Seidel nehmen. Er sagte aber: »Nein« und legte seine Hand auf die meinige. Bei dieser Berührung sank mein Arm plötzlich herab, er merkte es und zog seine Hand sofort zurück. Am Abend betete ich zweimal vor meinem Bett auf den Knieen für ihn. Und ich küßte ganz glücklich meine rechte Hand, die er berührt hatte. * * * * * Einmal schenkte er mir Blumen, eine Menge Blumen. Er kaufte sie bei dem Blumenmädchen, als er hereinkam; sie waren frisch und rot und fast ihr ganzer Vorrat. Er ließ sie bei sich auf dem Tisch liegen. Keiner seiner Freunde war mit da. Ich stand, so oft ich Zeit hatte, hinter einer Säule und starrte ihn an, und ich dachte bei mir: Wladimierz F. heißt er. Es mochte vielleicht eine Stunde vergangen sein. Er sah fortwährend nach der Uhr. Ich fragte ihn: »Erwarten Sie jemand?« Er sah mich wie geistesabwesend an und sagte plötzlich: »Nein, ich erwarte niemand. Was fragen Sie?« »Ich meinte nur, ob Sie vielleicht jemand erwarteten.« »Kommen Sie her,« erwiderte er. »Das ist für Sie.« Und er gab mir die Blumen. Ich dankte ihm, aber ich konnte nicht gleich ein Wort hervorbringen, ich flüsterte nur. Eine blutrote Freude überkam mich; atemlos stand ich vor dem Buffet, wo ich etwas holen sollte. »Was wünschen Sie?« fragte die Mamsell. »Ja, was glauben Sie?« fragte ich. Ich wußte es selbst nicht. »Was ich glaube?« sagte die Mamsell. »Sind Sie verrückt?« »Raten Sie einmal, von wem ich diese Blumen bekommen habe.« Der Oberkellner ging vorüber. »Sie vergessen das Bier für den Herrn mit dem Stelzfuß,« hörte ich ihn sagen. »Ich habe sie von Wladimierz...

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Knut Hamsun's 'Slaves of Love, and Other Novellas' isn't one long story, but a few sharp, intense slices of life. Each tale throws you into a different world, but they're all connected by people caught in the grip of powerful, often painful, emotions.

The Story

The title story, 'Slaves of Love,' follows a man so consumed by his passion for a woman that his entire sense of self crumbles. His obsession blurs the line between devotion and madness. The other stories in the collection explore similar territory: characters driven by pride, loneliness, or a desperate need for connection, often leading them to make choices that seem irrational from the outside. There's no neat packaging here—just the raw, sometimes ugly, reality of human feeling.

Why You Should Read It

Hamsun has this incredible ability to make you feel what his characters feel, even when you're shouting at the page, 'Don't do that!' He doesn't judge them; he just puts their inner turmoil on full display. Reading this is like watching a slow-motion train wreck you can't look away from. It's psychologically brutal but utterly fascinating. You'll see bits of yourself, or people you know, in these flawed, desperate figures.

Final Verdict

This book is perfect for readers who love character-driven stories that pack a punch. If you enjoy authors like Dostoevsky or the intense inner worlds of Virginia Woolf, but want something more concise, Hamsun is your guy. It's also great for anyone who thinks classic literature has to be stuffy—this is anything but. Be warned: it's not a feel-good read, but it's a memorable one that will stick with you long after you finish the last page.



📜 Community Domain

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Jessica Sanchez
1 year ago

I have to admit, the narrative structure is incredibly compelling. A true masterpiece.

Jennifer Lopez
5 months ago

This is one of those stories where the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Highly recommended.

4
4 out of 5 (2 User reviews )

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