L'Illustration, No. 3669, 21 Juin 1913 by Various

(3 User reviews)   3538
By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Expedition Notes
Various Various
French
Hey, you need to check this out. It's not a regular book – it's a time capsule from June 1913, right before the world changed forever. It's a weekly French magazine, and flipping through it feels like overhearing conversations from another era. You get the latest fashions, political cartoons, serialized novels, and ads for things like new cars and miracle tonics. The strangest part? There's almost no hint of the massive war that would start just over a year later. Reading it is like watching a society stroll happily toward a cliff it can't see. It's haunting and completely fascinating.
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der Balkendecke angebracht, ist mit frischen Lichtern besteckt. Mitten in der Hinterwand ein nach innen vorspringendes Gehäuse mit Glasthür durch die man das schwere, geschnitzte Eichenportal des Hauses erblicken kann. Oben auf dem Gehäuse befindet sich ausgestopft ein balzender Auerhahn. Seitlich über dem Gehäuse rechts und links je ein Fenster, befroren und zum Theil mit Schnee verweht._ _Die Wand rechts weist einen offenen, thorartigen Bogen auf, der nach der Treppe in die oberen Stockwerke führt. Von zwei niedrigen Thüren derselben Wand führt die eine nach dem Keller, die andere zur Küche. Die gegenüberliegende Wand hat ebenfalls zwei Thüren, welche beide in ein und dasselbe Zimmer führen. Zwischen diesen Thüren eine alte Standuhr, auf deren Dach ein ausgestopfter Kauz hockt. Die Möblirung des Raumes besteht aus alten, schweren Eichenholztischen und Stühlen. Parallel mit der Seitenwand, rechts vom Zuschauer eine weiß gedeckte Tafel. Rechts im Vordergrund ein eisernes Oefchen mit längs der Wand hingehender Rohrleitung. Alle Thüren sind bunt, die Thürfüllungen mit primitiven Malereien, Papageien ⁊c. darstellend versehen._ Erster Vorgang. _Die Halle ist mit grünen Reisern ausgeschmückt. Auf den Steinfliesen liegt ein Christbaum ohne Fuß. +Friebe+ zimmert auf der obersten Kellerstufe einen Fuß zurecht. Einander gegenüberstehend zu beiden Seiten der Tafel beschäftigen sich Frau +Buchner+ und Frau +Scholz+ damit, bunte Wachslichte in den dazu gehörigen Tüllen zu befestigen. Frau Buchner ist eine gesundaussehende, gut genährte, freundlich blickende Person, einfach, solid und sehr adrett gekleidet. Schlichte Haartracht. Ihre Bewegungen sind bestimmt, aber vollständig ungezwungen. Ihr ganzes Wesen drückt eine ungewöhnliche Herzlichkeit aus, die durchaus echt, auch wenn die Art, mit der sie sich kund giebt, zuweilen den Eindruck der Ziererei macht. Ihre Sprache ist geflissentlich rein, in Momenten des Affects deklamatorisch. Ein Hauch der Zufriedenheit und des Wohlbehagens scheint von ihr auszugehen. -- Anders Frau Scholz: Sie ist eine über ihre Jahre hinaus gealterte Person mit den beginnenden Gebrechen des Greisenalters. Ihre Körperformen zeigen eine ungesunde Fettansammlung. Ihre Hautfarbe ist weißlichgrau. Ihre Toilette ist weniger als schlicht. Ihr Haar ist grau und nicht zusammengerafft; sie trägt eine Brille. Frau Scholz ist schußrig in ihren Bewegungen, ruhelos, hat eine zumeist weinerliche oder winsliche Sprechweise und erregt den Eindruck andauernder Aufgeregtheit. Während Frau Buchner nur für andere zu existiren scheint, hat Frau Scholz vollauf mit sich selbst zu thun. -- Auf der Tafel zwei fünfarmige, mit Lichtern besteckte Girandolen. Weder der Kronleuchter noch die Girandolen sind angesteckt. Brennende Petroleumlampe._ +Friebe+ _(führt mit dem Beil einen Schlag)_: Da jeht mer ooch keen Schlag nich fehl. +Frau Scholz+: -- ffff!!! Ich kann’s doch aber nich hören, Friebe! wie oft hab’ ich Ihn’n schon ... wie leicht kann Ih’n das Beil abfahren. Auf Steinen hackt man nich Holz! +Friebe+: Da jarantir ick for. Wofor wär ick d’nn sonst zehn Jahre Rejimenter jewesen? +Frau Buchner+: Regimenter? +Frau Scholz+: Er war Vorarbeiter in den königlichen Forsten. +Friebe+: Keen -- _(er schlägt zu)_ -- Schlag da -- ä! _(er schlägt)_ komm ich for uff. _(Er steigt herauf, betrachtet, was er gemacht hat, bei der Lampe und befestigt dann den Christbaum, so daß er aufrecht steht. Friebe ist klein, bereits ein wenig gebeugt, obeinig und hat eine Glatze. Sein kleines, bewegliches Affengesichtchen ist unrasirt. Kopfhaare und Bartstoppeln spielen in’s Gelblichgraue. Er ist ein Allerweltsbastler. Der Rock, welchen er trägt, ein Ding, das von Putzpulver, Oel, Stiefelwichse, Staub ⁊c. starrt, ist für einen doppelt so großen Mann berechnet, deshalb die Aermel aufgekrempt, die Rockflügel weit übereinander gelegt. Er trägt eine braune, verhältnißmäßig saubre Hausknechtsschürze, unter welcher er von Zeit zu Zeit eine Schnupftabacksdose hervorzieht, um mit Empfindung zu schnupfen. Der Baum ist befestigt, Friebe hat ihn auf die Tafel gehoben, steht davor und...

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This isn't a single story, but a snapshot of a world. L'Illustration was France's premier weekly news magazine, and this issue from late June 1913 is a bustling mix of everything. You'll find a detailed account of a royal wedding in Greece, complete with lavish illustrations. There's a serialized adventure novel, scientific articles on aviation, and pages of political satire. The advertisements are a show themselves, selling the latest Parisian fashions, motorcars, and 'health-restoring' elixirs. It presents a society obsessed with progress, culture, and the affairs of the day.

Why You Should Read It

Reading this is an eerie experience. The magazine is so vibrant and self-assured. The art is beautiful, the writing is confident, and everyone seems focused on the future. But knowing what we know—that World War I would erupt in 1914—casts a long shadow over every page. You find yourself scanning for anxiety, for some hint of the coming storm, and it's mostly absent. That contrast is powerful. It makes you think about how we live in our own moment, unaware of what might be around the corner.

Final Verdict

Perfect for history lovers who want to move beyond dry facts and feel the texture of a lost time. It's also great for anyone curious about media, art, or the quiet moments before major historical shifts. Don't expect a plotted narrative; instead, come ready to explore, to be a literary tourist in the summer of 1913. It's a unique and surprisingly gripping piece of the past.



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Kenneth Moore
5 months ago

Finally found time to read this!

Joshua Sanchez
1 year ago

Simply put, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Exactly what I needed.

Patricia Nguyen
5 months ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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