Griechischer Frühling by Gerhart Hauptmann

(3 User reviews)   4174
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Hauptmann, Gerhart, 1862-1946 Hauptmann, Gerhart, 1862-1946
German
Hey, I just finished 'Griechischer Frühling' and it's not your typical travel book. It's about a famous writer, Gerhart Hauptmann himself, who goes to Greece in 1907 looking for inspiration and maybe a bit of ancient magic. But instead of just finding ruins and sunshine, he gets caught in this weird, almost dream-like struggle. He's pulled between the dusty, scholarly world of archaeology and the raw, wild beauty of the country itself. It feels like he's trying to grab hold of something ancient and true, but it keeps slipping through his fingers. If you've ever felt like a place was speaking to you, but you couldn't quite make out the words, this book gets that feeling perfectly.
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Knechte, welche Garten und Heerde besorgen, gehören mit in diesen Kreis. Die Heerde besteht aus einem Dutzend Ziegen, vier Kühen, zwei Eseln, als Lastthieren, und einem Pferd. Wiesen und Garten sind ergiebig und die Kirschbäume gedeihen vortrefflich. Die Einrichtung des Hauses ist einfach bis zur Aermlichkeit; hölzerne Wände, Bänke, Stühle; arme kleine Betten. Die beiden engen Zimmerlein des Doctor Guggenbühl sind wahre Zellen! ein Schreibtisch, ein Bücher- und ein Apothekerschrank in dem einen -- in dem andern sein Bett, und ein großer Tisch vor einem Sopha, der für Fremde bestimmt ist -- das füllt sie; und an so wenig Bedürfnisse kann man sich gewöhnen, wenn man die eigene Person einer höheren Idee unterordnet. Die meisten Kinder haben blutarme Eltern, die nichts zahlen können. Hauptsächlich lebt und zehrt die kleine Anstalt von ihrem Eigenthum, ihrem Grund und Boden; Gemüse, Milch, Brennholz giebt es da oben. Ferner ist der Doctor Guggenbühl practischer Arzt, freilich nur in den Dörfern des Thals von Interlachen; das mag ihm einiges Einkommen verschaffen. Milde Seelen giebt es denn doch auch in der Nähe und Ferne, die sich für ein so menschenfreundliches Unternehmen durch Unterstützung theilnehmend erweisen, und ein Gotteskasten steht in dem großen Zimmer, wo der Fremde die Kinder beisammen findet. So existirt die kleine Anstalt. Gott segne und behüte sie! Hat einst die heilige Theresie gesagt als sie die Reformation des Carmeliterordens unternahm: »Theresie und 9 Dukaten, das ist sehr wenig, aber Gott, Theresie und 9 Dukaten ist genug;« hat einst der Abbé de l'Epée mit seinem geringen Einkommen von 2000 Franken zehn Jahr lang seine geliebten taubstummen Zöglinge erhalten: so wird Gott denn auch wol sorgen für die Kinder auf dem Abendberg. Ich aber habe mir das Wort gegeben die Herzen für sie zu erwärmen und zu gewinnen so sehr ich kann; denn dies ist eine große und heilige Angelegenheit der ganzen Menschheit! denn diese Armen, diese Elenden, diese Versunkenen sind unsers Geschlechts! Ja, ja! sind ebensogut unsers Geschlechts als die hohen und großen Geister, mit denen die Verwandtschaft unserm stolzen Geiste so wohl thut, sind auch mit Schmerzen von ihren Müttern geboren, sind auch mit Freuden von ihren Vätern begrüßt, sind auch bestimmt der Segnungen theilhaft zu werden, die Gott den Menschen während ihres irdischen Lebensabschnittes ertheilt, sind auch begnadet mit einer unsterblichen Seele, welche nur nicht der krankhaft irdischen Stoffe Herr werden kann, die sich um sie ballen, und für welche der Tod, mehr noch als für uns Alle, eine selige Befreiung sein wird. Keines dieser Kinder war boshaft oder hämisch; das werden sie nur da draußen, wenn man sie neckt und plagt. Im Gegentheil! die, welchen das Bewußtsein aufdämmerte waren freundlichen Gemüths, reichten ihren Pflegern die Hand, suchten sich an sie zu schmiegen, suchten sie anzulächeln, was freilich auf den armen mißbildeten Gesichtern sehr unlieblich aussah. Ein kleines Mädchen wurde gar nicht müde uns, den Fremden, die Hand zu geben, und ein siebenjähriger Knabe, kaum ellenhoch, kam mühselig an seinem Stock daher gewankt, und sah mich an so freundlich er nur konnte. Ach, sie haben ja kein andres Mittel um ihr Wohlwollen auszudrücken; denn sprechen konnte Keines. Die Buchstaben und den eignen Namen nennen konnten Einige, und das hatten sie erst da oben gelernt. Aber weil sie doch wenigstens _das_ gelernt haben, so giebt das Muth um an die Möglichkeit der Erweiterung ihrer Begriffe und Vorstellungen zu glauben. Die ersten Jahre sind für die Entwickelung des Cretinismus die gefährlichsten, die entscheidenden. Sind die Kinder in gesunder Luft und Pflege erwachsen oder auch nur herangewachsen, so dürfen sie in ihre Thäler zurückkehren ohne Furcht der Krankheit zu verfallen, doch freilich nicht mit der...

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Gerhart Hauptmann, the Nobel Prize-winning author, takes us along on his real journey to Greece in the spring of 1907. The book is part travel diary, part deep personal reflection. We follow him as he visits famous sites like Olympia and Delphi, meets archaeologists, and tries to connect with the spirit of the ancient world.

The Story

There isn't a traditional plot with a villain and a climax. The 'story' is Hauptmann's internal journey. He walks among the ruins, describing them with a poet's eye, but he's constantly wrestling with a bigger question. Can a modern person ever truly understand or feel what the ancient Greeks felt? He's surrounded by experts digging up facts, but he's searching for something more emotional, a living connection to the past. The conflict is quiet but powerful: it's the fight between intellectual knowledge and pure, felt experience.

Why You Should Read It

This book is special because it's so honest. Hauptmann doesn't pretend to have all the answers. He shares his doubts, his moments of awe, and his frustrations. You feel like you're right there with him, feeling the Mediterranean sun and the weight of history. It’s less about the 'what' he saw and more about the 'how' it made him feel. His writing makes ancient stones feel alive.

Final Verdict

Perfect for thoughtful travelers, daydreamers, and anyone who’s ever stared at an old ruin and wondered about the people who built it. It's not a fast-paced adventure; it's a slow, rich, meditative walk with a brilliant and sensitive guide. If you love books that make you see the world a little differently, give this one a try.



✅ Copyright Free

This publication is available for unrestricted use. It is now common property for all to enjoy.

Edward Robinson
1 month ago

I have to admit, the narrative structure is incredibly compelling. This story will stay with me.

Sarah Miller
11 months ago

Surprisingly enough, the clarity of the writing makes this accessible. Don't hesitate to start reading.

Patricia Harris
3 months ago

I had low expectations initially, however the atmosphere created is totally immersive. This story will stay with me.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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