Elf Jahre Gouverneur in Deutsch-Südwestafrika by Theodor Gotthilf von Leutwein

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By Ava Marino Posted on Jan 2, 2026
In Category - Expedition Notes
Leutwein, Theodor Gotthilf von, 1849-1921 Leutwein, Theodor Gotthilf von, 1849-1921
German
Hey, have you ever wondered what it was really like to be the man in charge of a German colony? I just finished a book that gives you a front-row seat. It's the personal memoir of Theodor Leutwein, who governed German Southwest Africa (now Namibia) for eleven turbulent years at the turn of the 20th century. He writes about trying to build roads and farms while dealing with uprisings, negotiating with local leaders, and constantly battling with settlers and his own government back in Berlin. It's not a dry history book—it's one man's story of trying to hold everything together, knowing it could all fall apart. The tension is real, and his perspective is complicated and totally fascinating.
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zahlreichen Resten jetzt noch vorhandenen Bergdamaras und Buschmänner. Zu ihnen stießen in einer Zeit, über die uns nichts bekannt ist, die alteingesessenen Hottentottenstämme der Bondelzwarts, mit dem Hauptsitze in Warmbad, und der roten Nation, mit dem Hauptsitze in Hoachanas. Der letzteren hatten sich noch die Stämme der Feldschuhträger, der Franzmann-Hottentotten und der Swartboois angegliedert, sie übte aber auch eine stillschweigend anerkannte Oberherrschaft über den Bondelzwartsstamm aus. Ganz abseits standen die Topnaars am unteren Swakop, die sich schließlich vor den ewigen Kriegsunruhen in die Dünen des unteren Kuiseb flüchteten und dort heute noch unter englischer Herrschaft (Walfischbai) leben. Ein Teil dieses Stammes hatte sich jedoch schon vorher abgezweigt und war die Küste entlang in das Kaokofeld gezogen, zur Zeit mit dem Hauptsitz in Zesfontein. Dahin zog auch später, um dies vorauszuschicken, gleichfalls wegen der ewigen Kriegsunruhen, der Stamm der Swartboois aus Rehoboth und nahm seinen Hauptsitz in Franzfontein. Der größte Teil dieses Stammes empörte sich in der Folge (1897) gegen die deutsche Herrschaft und befindet sich zur Zeit als kriegsgefangen in Windhuk. Mit dem Eindringen der Hottentotten verschwanden die Urbewohner, die Bergdamaras und die Buschmänner. Entweder zogen sie sich in schwer erreichbares Gelände zurück, oder sie traten in die Dienste der Eindringlinge. Den gleichen Prozeß sehen wir in der Folge sich auch im Hererolande abspielen. [Illustration: Bergdamaras.] Zu diesen alteingesessenen Hottentottenstämmen kommen später,[2] vor der eindringenden weißen Rasse zurückweichend, Auswanderer aus der Kapkolonie, die sogenannten Orlams. Es waren dies die Witboois, die Khauas-, die Bethanier- und die Bersaba-Hottentotten, letztere ethnographisch gleichfalls zu den Khauas gehörend. Auch diese neuen Eindringlinge erkannten zunächst die Oberherrschaft der roten Nation an und ließen sich von ihr Wohnsitze anweisen. Nach mehr oder weniger langem, zuweilen durch kriegerische Zusammenstöße mit den alten Stämmen unterbrochenem Umherschweifen finden wir schließlich die Witboois in Gibeon, die Khauas in Gobabis, die Bethanier und die Bersabaer, wie deren Namen besagt, in Bethanien bzw. Bersaba. Diese biblischen Namen hat die Mission den Hauptorten der betreffenden Stämme gegeben, die dann auch nach jenen benannt wurden. Die letzte größere Orlameinwanderung, von der wir Nachricht haben, ist der Übertritt des Stammes der Afrikaner unter dem Häuptling Jager Afrikaner, die sich zunächst in der Südwestecke des heutigen Schutzgebietes niedergelassen haben. Später sollten sie, wie wir noch sehen werden, die rote Nation in der Oberherrschaft über die Hottentotten ablösen. [Illustration: Buschmänner.] Eindringen der Bantus und ihre Kämpfe mit den Hottentotten. Im allgemeinen lebten die eingewanderten Hottentottenstämme mit den alteingesessenen in Frieden, bis ihn die Einwanderung einer ganz neuen Rasse dauernd störte. Es waren dies die der Banturasse zugehörigen Hereros.[3] Sie kamen, auf der Suche nach immer neuen Weidegründen, aus dem inneren Afrika über den Kunene nach dem Kaokofeld und drangen allmählich längs der Küste und Swakop aufwärts bis in die Gegend von Okahandja vor. Dieses, dem Hererovolk bis in die neueste Zeit anhaftende Bestreben, die Weideplätze für seine gewaltigen Rinderherden immer weiter auszudehnen, mußte stets zu Konflikten mit den Nachbarn führen. So auch jetzt mit den Hottentotten. Ihr Oberhaupt, der Häuptling Oasib von der roten Nation, fühlte sich allein zu schwach zum Widerstande und rief den damals kriegerischsten der eingewanderten Orlamstämme, den Afrikanerstamm, zu Hilfe. Dieser kam unter dem Sohne des mittlerweile gestorbenen Jager, dem als Staatsmann wie als Krieger gleich hervorragenden Jonker Afrikaner und warf die damals noch keineswegs geeinigten Hereros nieder. Sie wurden die Viehwächter und Sklaven der Hottentotten. Aber nun ging es dem Häuptling der roten Nation wie dem bekannten Zauberlehrling: »Die ich rief, die Geister, werd' ich nicht mehr los.« Jonker Afrikaner riß jetzt selbst die Oberherrschaft über die Hottentotten an sich, was natürlich nicht ohne Bürgerkriege abgehen konnte. Während sich infolgedessen die Hottentotten...

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This book is Theodor Leutwein's own account of his time as governor from 1894 to 1905. He arrived with orders to secure the colony for Germany, but he quickly realized the job was far more complex than just planting a flag. The book walks us through his strategy, which he called a combination of 'peaceful negotiation and military pressure.' He describes his dealings with leaders like Samuel Maharero of the Herero people, trying to establish treaties and avoid all-out war.

The Story

Leutwein lays out his eleven-year balancing act. On one side, he faced resistance from various African communities defending their land. On the other, he was pressured by German settlers who wanted more territory and a tougher approach. All the while, he had to answer to officials in Berlin who often didn't understand the realities on the ground. The memoir chronicles this constant push-and-pull, detailing small conflicts, tense negotiations, and his efforts to build an economic base for the colony, all leading up to the larger wars that would erupt after he was replaced.

Why You Should Read It

You get history straight from the source, but it's filtered through one man's biases and justifications. Reading Leutwein is like being inside the mind of a colonial administrator. He clearly believes in the German colonial project, but he also comes across as a pragmatist who saw the human cost. His writing reveals the contradictions of the era—the desire for order, the frustration with politics, and a worldview that is both calculating and, by our standards, deeply flawed. It's this unfiltered, personal voice that makes it so compelling and unsettling.

Final Verdict

This is a must-read for anyone interested in colonial history, African history, or the psychology of power. It's not an easy read because of the subject matter, and it's certainly not an apology. It's a primary document that offers a raw, first-person look at how colonialism was managed day-to-day. Perfect for history buffs who want to move beyond textbook summaries and hear the arguments and rationalizations from the person who was actually making the calls.



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