Die Flucht der Beate Hoyermann : Roman by Thea von Harbou

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Expedition Notes
Harbou, Thea von, 1888-1954 Harbou, Thea von, 1888-1954
German
Hey, I just finished this wild book from 1920s Germany that feels weirdly relevant today. It’s about Beate Hoyermann, a young woman who seems to have a perfect life—wealth, a respected husband, a comfortable home. But one day, she just vanishes. No note, no warning. The story follows her husband as he tries to piece together why she left, uncovering secrets she kept hidden. It’s less about a physical chase and more about the chase for the truth. What makes a person walk away from everything? If you like stories about hidden lives and quiet rebellions, this one will stick with you.
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Copyright, 1916, by J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger. Stuttgart und Berlin Der geliebten Mutter meines Mannes 1 »Hai --! Hai --! Haiiiii --!!« Der Kuli vor Beates Jinrikisha schrie wie eine Dampfpfeife, als er in vollem Trabe um die Ecke bog und im Menschengewühl der Hauptstraße untertauchte. Für europäische Begriffe schien es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, mit einem Jinrikisha in diesen Strom von gelben, hageren, behenden Leibern, blauen verwaschenen Kimonos und runden Strohdeckeln auf glattgeschorenen Schädeln hineinzujagen, ohne daß ein Unglück geschah; und Beate öffnete schon den Mund, um ihrem zweibeinigen Pferd ein »Mate! Mate! -- Halt! Halt!« zuzurufen. Aber das gellende »Hai -- haiii --!« des Kulis und die gleichmütige Unbeirrbarkeit seines Trabens machten die Menschen vor ihm auseinanderspritzen wie Wassertropfen vor einem Hunde, der in den Fluß geht. Nein, sie nahmen ihm seine Rücksichtslosigkeit auch nicht übel. Er war im Dienst, der Wackere -- wie hätte er anders handeln können? Er hatte die Ehre -- eine unverdiente, ganz gewiß, aber eine unbestrittene --, die verehrungswürdige Gemahlin des fremden weißen Mannes zu fahren, der seit einigen Monaten auf der kleinen Insel wohnte -- auf der kleinen Insel, die, einer schönen, alten Sage nach, »Garten des Freundes« hieß. Von dem Augenblick an, da der fremde weiße Mann mit seiner ehrwürdigen Gemahlin den Fuß an dieses Ufer gesetzt hatte, war Akira ihnen auf den Fersen geblieben -- er und noch ein anderer, den Akira unendlich verachtete. Dieser andere war dem fremden weißen Manne fast gegen die Kniekehlen gefahren, der Zudringliche. Er hatte ihn mit Lächeln und Verbeugungen genötigt, seinen -- nur seinen Jinrikisha zu benutzen! Der Ehrwürdige möge geruhen, einzusteigen -- er bot ihm den besten Jinrikisha von ganz Nippon und seine elenden Dienste an, und die Götter sollten ihm die Stunde seines Todes vergiften, wenn er nicht bereit war, für den Ehrwürdigen so oft sein Leben einzusetzen, als es ihm belieben würde, das zu verlangen. Er, Akira, stand daneben und hörte Mosakus Geschwätz mit dem innigen Wunsche, ihm dafür seinen traurigen Jinrikisha in Stücke schlagen zu dürfen. Aber der weiße Mann ließ sich von Mosakus Redesturz überwältigen; er lachte und stieg ein, während die erlauchte Gemahlin in Akiras Wagen Platz nahm. Als ehrgeizige Nebenbuhler, die sie waren, begannen Mosaku und Akira ein Wettrennen, daß die flachen Strohdeckel auf ihren kahlen Köpfen hüpften und tanzten, daß ihnen der Schweiß in Strömen von Armen und Beinen floß. O, sie wollten schon zeigen, was sie konnten -- hai --! Seit jenem Tage waren Monate verflossen; aber Akira und Mosaku haßten sich noch immer mit der gleichen Inbrunst, bewachten die Schritte der erlauchten Fremden mit den Augen der Gabelweihe und kannten keinen größeren Triumph, als wenn es einem gelang, dem anderen zuvorzukommen und ihm den Stammgast wegzuschnappen, wenn der weiße Mann oder seine ehrwürdige Gemahlin einmal allein gefahren zu werden wünschte. Beate hatte in den ersten Wochen niemals gewußt, wer von den beiden Gegnern dem anderen durch größere Geschwindigkeit zuvorgekommen war und in schnellstem Trabe mit ihr davonsauste, sobald sie den Fuß aus dem kleinen Boot mit dem Drachensegel ans Land gesetzt hatte. Die japanischen Gesichter erschienen ihr anfangs alle gleich in ihrer gelbbraunen Blässe, den dunklen, ein wenig schrägen Augen über den starken Backenknochen und mit dem höflichen -- unverwirrbar höflichen -- Lächeln. Erst allmählich lernte sie die Menschen aus dem Volke herauszuschälen und sich der fremden Seele näherzutasten; und obgleich sie auf den erdumfassenden Reisen mit ihrem Manne die Menschenseele schon in Häuten jeder Färbung verkleidet gesehen, hatte sie doch niemals so sehr das Gefühl des Fremden, gänzlich Unverwandtschaftlichen gehabt wie vor den Vertretern der gelben Rasse. Sie hatte das...

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This 1926 novel starts with a simple, shocking event: Beate Hoyermann, the model wife of a successful lawyer, disappears from her Berlin home. Her husband, Robert, is left baffled. There was no fight, no obvious unhappiness. As he searches for her, he realizes he never really knew the woman he married. The story unfolds through his investigation and through flashbacks to Beate’s past, revealing a woman trapped by the strict expectations of her time and class, who crafted a secret inner world to survive.

Why You Should Read It

Forget a standard mystery. The real puzzle here is Beate herself. Thea von Harbou writes her with such quiet intensity. You feel the weight of every polite smile Beate forces, and you understand the immense courage it takes for her to finally act. It’s a sharp look at the prison of a ‘good’ marriage and what a woman might sacrifice for a sliver of freedom. Robert’s journey is just as compelling—his confusion slowly turns into a painful, necessary education about the person he took for granted.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories with a historical backdrop. If you’re interested in early 20th-century Germany, the silent struggles of women, or just a great story about the secrets people keep, pick this up. It’s a slow burn, not a thriller, but the emotional payoff is huge. You’ll be thinking about Beate long after you close the book.



🏛️ Open Access

This book is widely considered to be in the public domain. It is available for public use and education.

Jessica Martinez
5 months ago

Finally found time to read this!

Brian Rodriguez
5 months ago

Having read this twice, the emotional weight of the story is balanced perfectly. Don't hesitate to start reading.

4.5
4.5 out of 5 (12 User reviews )

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