Sämtliche Werke 14 : Arme Leute; Der Doppelgänger : Zwei Romane by Dostoyevsky

(3 User reviews)   5268
By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Historical Travel
Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Ever feel like you're talking to yourself? Fyodor Dostoyevsky's first novel, 'Poor Folk,' isn't just a sad story about poverty. It's a collection of letters between two lonely souls, Makar and Varvara, clinging to each other across a cold city. Their words are their only warmth. Then, in 'The Double,' a government clerk named Golyadkin meets his exact duplicate—a confident, successful version of himself who starts taking over his life. Is he going mad, or is the world just that cruel? This volume holds Dostoyevsky's raw, brilliant beginnings, where the questions he'd ask for the rest of his career first scream to life.
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dem es in seiner rührenden Frische und scheuen Menschlichkeit voll ist. Der „Doppelgänger“, mit den dunklen, unheimlichen und unberechenbaren Mächten, die wie ein nächtiges Schattenspiel in dem Dichter lebten, kündete den späteren Dostojewski an: nicht Dostojewski den Idylliker, der nur selten mehr durchbrechen sollte, sondern Dostojewski den Fatalisten und Tragiker. Schon in den „Armen Leuten“ war die ungemeine Psychologie in der Menschenschilderung aufgefallen, aber es war eine Psychologie der Nähe und Innigkeit gewesen. Jetzt, in dem „Doppelgänger“, wurde eine Psychologie des Abgrundes und der Erschütterung daraus, und man ahnte bereits, daß sie zu einer ganzen Weltanschauung und russischen Menschenanschauung auswachsen konnte. – Das Doppelgängerproblem selbst lag in der Zeit. Poe hatte ihm im William Wilson den romantischen Helden gegeben, E. Th. A. Hoffmann in den Elixieren des Teufels aus ihm eine romantische Aventüre gezogen. Dostojewski dagegen – und eben dies kennzeichnete ihn so – brachte dasselbe Problem mit der irren Phantastik zusammen, die das Wirkliche, das Graue, der Alltag besitzen kann, und ließ es in Wahngebilden aus dem kranken Hirn eines Menschen steigen, der äußerlich zunächst nicht anders ist wie Tausende um ihn. M. v. d. B. Arme Leute „Nein, ich danke für diese Märchendichter! Anstatt etwas Nützliches, Angenehmes, Erquickendes zu schreiben, kratzen sie da die kleinsten Kleinigkeiten aus der Erde hervor und schnüffeln überall herum! ... Ich würde Ihnen einfach verbieten, zu schreiben! Zum Beispiel, was soll das: man liest ... unwillkürlich denkt man doch nach, – aber ... aber ... es kommen einem nur alle möglichen Ungereimtheiten in den Kopf. Nein, wirklich, ich würde ihnen verbieten, zu schreiben, ganz einfach und unter allen Umständen: schlankweg verbieten!“ Fürst W. F. Odojewskij. 8. April. Meine unschätzbare Warwara Alexejewna! Gestern war ich glücklich, über alle Maßen glücklich, wie man glücklicher gar nicht sein kann! So haben Sie Eigensinnige doch wenigstens einmal im Leben auf mich gehört! Als ich am Abend, so gegen acht Uhr, erwachte (Sie wissen doch, meine Liebe, daß ich mich nach dem Dienst ein bis zwei Stündchen etwas auszustrecken liebe), da holte ich mir meine Kerze – und wie ich nun gerade mein Papier zurechtgelegt habe und nur noch meine Feder spitze, schaue ich plötzlich ganz unversehens auf – da: wirklich, mein Herz begann zu hüpfen! So haben Sie doch erraten, was ich wollte! Ein Eckchen des Vorhanges an Ihrem Fenster war zurückgeschlagen und an einem Blumentopf mit Balsaminen angesteckt, genau so, wie ich es Ihnen damals anzudeuten versuchte. Dabei schien es mir noch, daß auch Ihr liebes Gesichtchen am Fenster flüchtig auftauchte, daß auch Sie aus Ihrem Zimmerchen nach mir ausschauten, daß Sie gleichfalls an mich dachten! Und wie es mich verdroß, mein Täubchen, daß ich Ihr liebes, reizendes Gesichtchen nicht deutlich sehen konnte! Es hat einmal eine Zeit gegeben, wo auch wir mit klaren Augen sahen, mein Kind. Das Alter ist keine Freude, meine Liebe. Auch jetzt ist es wieder so, als flimmerte mir alles vor den Augen. Arbeitet man abends noch ein bißchen, schreibt man noch etwas, so sind die Augen am nächsten Morgen gleich rot und tränen so, daß man sich vor fremden Leuten fast schämen muß. Aber doch sah ich im Geiste gleich Ihr Lächeln, mein Kind, Ihr gutes, freundliches Lächeln, und in meinem Herzen hatte ich ganz dieselbe Empfindung, wie damals, als ich Sie einmal küßte, Warinka – erinnern Sie sich noch, Engelchen? Wissen Sie, mein Täubchen, es schien mir sogar, als ob Sie mir mit dem Finger drohten. War es so, Sie Unart? Das müssen Sie mir unbedingt ausführlich erzählen, wenn Sie mir wieder einmal schreiben. Nun, wie finden Sie denn unseren Einfall, ich meine, das mit Ihrem Fenstervorhang, Warinka? Gar...

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This volume packs a one-two punch with Dostoyevsky's first published novel and one of his most unsettling later works. It's like getting the first sketch and a finished, haunting portrait from the same artist.

The Story

In Poor Folk, we read the letters between Makar, a poor copying clerk, and Varvara, a young seamstress he tries to protect. They're desperately poor, living in separate corners of St. Petersburg, and their entire relationship exists on paper. Their correspondence is full of small hopes, crushing setbacks, and a deep, fragile tenderness. In The Double, we follow Mr. Golyadkin, a timid civil servant. One day, he encounters a man who looks, talks, and shares his name—but this double is everything Golyadkin is not: charming, assertive, and successful. As this double infiltrates his job and social circle, Golyadkin's grip on reality unravels in a dizzying spiral of paranoia.

Why You Should Read It

Reading these together is fascinating. Poor Folk hurts your heart with its realism. You feel the chill of their rooms and the weight of their shame. Then, The Double gets inside your head. It's less about external misery and more about the terror of your own mind turning against you. You're not just watching Golyadkin's breakdown; you're experiencing his confusion and panic firsthand. It's a masterclass in psychological suspense written long before the term existed.

Final Verdict

This is perfect for anyone curious about where a literary giant started. It's for readers who don't mind a story that sits with discomfort—whether it's the ache of poverty or the chill of paranoia. If you've only heard of Crime and Punishment, this is your backstage pass to Dostoyevsky's early, raw genius. Just be prepared to look over your shoulder for your own double afterward.



🔖 Usage Rights

The copyright for this book has expired, making it public property. Thank you for supporting open literature.

Daniel Wilson
1 year ago

Based on the summary, I decided to read it and it manages to explain difficult concepts in plain English. Exactly what I needed.

Mark Jackson
1 year ago

Without a doubt, the content flows smoothly from one chapter to the next. Thanks for sharing this review.

Matthew Miller
10 months ago

I started reading out of curiosity and the narrative structure is incredibly compelling. Truly inspiring.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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