Erziehung zur Mannhaftigkeit by Ludwig Gurlitt

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Historical Travel
Gurlitt, Ludwig, 1855-1931 Gurlitt, Ludwig, 1855-1931
German
So, I just read this wild book from 1906 called 'Erziehung zur Mannhaftigkeit' – it's a German guide on how to raise boys to be 'real men.' It's like stepping into a time machine. The author, Ludwig Gurlitt, has very strong opinions about toughening up boys, focusing on physical strength, discipline, and a specific kind of stoic character. Reading it now, it feels like a direct conversation with the past. The main thing that grabbed me wasn't the advice itself, but the window it gives you into what people a century ago thought was normal and right. It's less of a parenting manual today and more of a historical artifact that makes you think about how much our ideas about masculinity and childhood have changed.
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Arbeiten. Es werden gewiß allerlei sachliche Fehler, falsche Zitate u. dgl. zu finden sein. Ich bitte diese zu entschuldigen, sich darob nicht allzusehr zu entsetzen. Wo man mir Fehler derart nachweist, werde ich sie ausmerzen, falls eine zweite Auflage gebraucht wird. +Ton+ und +Form+ werden manchen Lesern mißfallen; man wird besonders in Fachkreisen oft den »sittlichen Ernst« vermissen. Zwar kennt und schätzt jeder Philologe das Wort von Horaz, daß man die Wahrheit auch lachend sagen dürfe, aber das besteht, wie so vieles, nur im gelehrten Wissen; das darf man beileibe heute nicht wahr machen wollen! Plato und Cicero liebten auch den +Dialog+. Man findet ihn dort anmutig und liebenswürdig, selbst wenn er zur Behandlung wissenschaftlicher, auch philosophisch-ethischer Stoffe verwendet wird; wenn ich dieselbe Form hier zuweilen einflechte, nicht aus Vorsatz und gelehrter Nachahmung, sondern -- ita supercilium salit -- weil mich der Teufel zwickte, so möge man sich getrost darüber entrüsten. Ich gebe mich bewußt und mit kühner Ablehnung herkömmlicher Schulmeisternüchternheit genau so, wie ich nun einmal bin. Weshalb sich verleugnen? Zudem gibt es viele verwandt gestimmte Seelen, die mich schon verstehen werden. Auch glaube man ja nicht, daß _die Erzieher aus solchen Schriften nichts lernen könnten._ Fast täglich laufen bei mir Briefe von Lehrern ein, die mich durch Zustimmung und Zuspruch erfreuen. So schrieb mir dieser Tage einer, der selbst ein achtbarer Schriftsteller ist, als Widmung in sein neuestes Werk: »Dem Verfasser von ›Der Deutsche und seine Schule‹ als meinem am höchsten verehrten Lehrer in Dankbarkeit und Treue gewidmet. Keinem anderen Buche schuldet der Lehrer in mir soviel wie _diesem!_« -- _Nutzlos_ ist also meine Schriftstellerei nicht, so gern man das auch im Lager meiner Gegner behauptet. Mir ist hier angesichts der Dachsteingletscher so froh, so frisch, so frei, so stolz zumute, daß ich aller Spötter spotte. Möchte doch von meinem eigenen Behagen und von meinem Lebensmute auch in dieses Buch ein frischer Hauch eindringen! Nichts tut unserer müden und kranken Zeit mehr not, als Zuversicht und froher Kampfesmut. Ich habe viele alte Schlacken aus Kopf und Brust weggeräumt. Jetzt fühle ich mich nicht, sage ich, »wie neugeboren«; denn Neugeborene sind weinerlich und machen einen traurigen, hilflosen Eindruck, aber rein, wie _innerlich frisch_ gewaschen. Ich komme mir selbst wieder komplet vor und könnte mich endlich ohne jedes Unbehagen auch wieder im Spiegel besehen, nicht weil ich »schön« wäre, aber weil ich mich innerlich endlich wieder ganz selbst gefunden habe und weil ich mich für einen halbwegs anständigen Kerl halte. Es geht doch nichts über dieses Kraft- und Glücksgefühl. Sommerfrische in Altaussee i. Steiermark, den 10. September 1906. Ludwig Gurlitt, Steglitz b. Berlin, Arndtstr. 35, I. I. Begriffsbestimmung. »Mit Worten läßt sich wacker streiten.« (Goethe.) Vorauf muß ich schleunigst eine genaue Begriffsbestimmung der +Mannhaftigkeit+ geben, sonst ergeht es mir, wie voriges Jahr (1905) in Hamburg auf dem Philologentag, wo ich über Pflege der Persönlichkeit sprach. Da fielen gleich ein Gymnasialdirektor und zwei Geheime -- oder waren es gar Wirkliche Geheime? -- über mich her und sagten: ich hätte meine Sache schlecht gemacht. Erst hätte ich eine +Definition+ der Persönlichkeit geben müssen. Aha! -- Was nämlich eine Persönlichkeit ist, das weiß in Deutschland kaum einer, da muß man, wie mir der Herr Direktor sagte, entweder in Leipzig bei Wundt, dem Professor der Philosophie, studiert oder doch dessen dicke Bücher gelesen haben. Da steht alles drin. Um diesen Herrn zufrieden zu stellen, würde ich also zu untersuchen haben: a) Was ist Erziehung? -- Erziehung ist die bewußte Beeinflussung älterer Leute auf -- -- usw. b) Was ist Mannhaftigkeit? -- Mannhaftigkeit ist -- -- c) Was heißt Erziehung zu etwas? usw. das Alphabet...

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I picked up this book out of pure curiosity. Published in 1906, 'Erziehung zur Mannhaftigkeit' (Education for Manliness) is exactly what it sounds like. Ludwig Gurlitt, a German school reformer, lays out his blueprint for molding boys into ideal men. Forget gentle parenting—this is about building toughness, self-reliance, and unwavering discipline. He talks about cold showers, rigorous outdoor exercise, and suppressing emotional 'weakness.' The plot, so to speak, is the argument itself: a step-by-step case for a specific, rigid model of masculinity that was meant to strengthen the nation.

Why You Should Read It

You won't agree with Gurlitt's methods—I certainly didn't. But that's the point. This book isn't a guide for modern parents; it's a mirror held up to the past. Reading his passionate, sometimes extreme arguments is fascinating. It shows you the roots of ideas about 'manliness' that still echo today, even if we've challenged them. It made me appreciate how much our understanding of child development and emotional health has evolved. It's a short, direct read that packs a big historical punch.

Final Verdict

This is a perfect pick for anyone interested in the history of gender, education, or social attitudes. If you like books that show how people used to think, and enjoy the slight shock of seeing old ideas in print, you'll find this compelling. It's not a fun novel, but it's a genuinely insightful piece of social history. Just be prepared to shake your head a few times while reading.



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Richard Sanchez
1 year ago

Beautifully written.

3
3 out of 5 (1 User reviews )

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