Das erste Wort der kleinen Elinontis, und andere Indianergeschichten by Harders

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Historical Travel
Harders, Gustav (Johann Friedrich Gustav), 1863-1917 Harders, Gustav (Johann Friedrich Gustav), 1863-1917
German
Hey, have you heard of this hidden gem? It's a collection of short stories from 1907 about Native American life, centered around a little girl named Elinontis who hasn't spoken a word. Everyone in her village is worried, waiting for that first sound. The book isn't just about her mystery, though. It's a whole series of snapshots—hunting trips, family moments, clashes with settlers—that show a world most history books ignore. It feels authentic and surprisingly gentle. If you like character-driven historical fiction or just want a quiet, thoughtful read that transports you somewhere completely different, give this one a look. It's a special little time capsule.
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Indianer. Die meisten derselben wohnen auf sogenannten Reservationen. Eine Reservation ist ein großes, großes Stück Land, das die Regierung den Indianern gibt. Hier müssen sie wohnen und das Land bebauen. Auf diesen Reservationen hat die Regierung Beamte, die dafür sorgen müssen, daß die Leute arbeiten lernen und auch wirklich arbeiten. Auf jeder Reservation ist auch eine Anzahl Schulen, dahin die Kinder gehen müssen, um Lesen und Schreiben zu lernen und vor allem die englische Sprache, die Landessprache in den Vereinigten Staaten. Außerdem arbeiten dort von der Regierung angestellte Damen, die man Feldmatronen nennt. Diese reiten alle Tage zu den Hütten der Indianer, um die Frauen zu unterweisen, wie man seinen Haushalt zu führen hat. Die meisten Indianer haben noch keine Häuser, wie die weißen Leute sie haben. Sie bauen sich Hütten aus Sträuchern, die sie mit Fellen oder mit Leinwand überspannen. In solch einer Hütte ist nicht Raum für Bett und Tisch, für Stuhl oder Schrank. Die Indianer sitzen, essen, trinken, schlafen auf dem Erdboden. Auf der Erde liegen ihre Bettdecken, auf der Erde steht ihr Koch- und Eßgeschirr umher -- kurz, es geschieht alles auf der Erde. Nun ist da aber eine sehr schlimme Sache. Die Indianer und besonders die Indianerfrauen sind in der Regel sehr faul und sehr unsauber. Sie haben keine Lust, ihre Kleider zu waschen und zu flicken. Sie tragen sie bei Tag und Nacht, bis sie so schmutzig und zerrissen sind, daß sie ihnen vom Leibe fallen und sie dieselben einfach nicht mehr tragen können. Dann kaufen sie sich neue Sachen. Männer, Frauen und Kinder treten den Tag über auf den Decken herum, unter denen sie bei Nacht schlafen. Die Frauen haben keine Lust, dieselben am Morgen zusammenzurollen und beiseite zu schaffen. Sie sind zu träge, die Decken einmal ins Freie zu bringen, um sie auszuklopfen und zu reinigen. Das Koch- und Eßgeschirr wird, wenn es hoch kommt, ein bißchen mit kaltem Wasser ausgespült, aber meistens nach dem Gebrauch einfach in einen Winkel gestellt und bei der nächsten Mahlzeit ungereinigt wieder benutzt. Die Indianerfrauen sind sehr geschickt im Nähen. Die meisten nähen mit der Hand, man findet aber auch etliche, die mit einer Nähmaschine nähen. Es gibt einige große Kaffeegeschäfte, die in jedes Paket Kaffee, das sie auf den Markt bringen, einen Schein legen. Wer diese Scheine sammelt und an die Firma einsendet, erhält je nach der Anzahl der gesandten Scheine ein bestimmte Geschenk. Etliche Hundert solcher Scheine bringen eine gute Handnähmaschine. Nun trinken die Indianer sehr vielen und sehr starken Kaffee. Sie trinken Kaffee zu jeder Mahlzeit und verbrauchen infolgedessen sehr viel Kaffee. Die meisten Indianerfrauen lassen sich für ihre gesammelten Scheine Ringe oder Armbänder kommen, denn sie lieben es, sich mit Gold und Perlen zu schmücken, aber gelegentlich findet sich einmal eine Frau, die so lange Scheine sammelt, bis sie sich dafür eine Nähmaschine bestellen kann. So kommen Nähmaschinen in die armseligen Indianerhütten. Wie gesagt, die Indianerfrauen sind fast ohne Ausnahme sehr geschickte Näherinnen. Haben sie ein Kleid für sich oder ihre Tochter, ein Hemd für ihren Mann oder Jungen fertig gestellt, so ist an der Arbeit nichts auszusetzen, aber sie halten die Sachen nicht in stand. Die Frauen waschen, flicken und stopfen nicht. So sieht es im Haushalt der Indianer aus. Da stellt nun die Regierung die vorher erwähnten Feldmatronen an. Diese haben die Aufgabe, die Indianerfrauen anzuleiten und anzuhalten, ihren Haushalt in ordentlicher Weise zu führen. Sie zeigen ihnen auch und helfen ihnen, wie man eine gesunde und schmackhafte Mahlzeit bereitet und dergleichen andere nützliche Dinge mehr. Diese Feldmatronen, meistens unverheiratete Damen im Alter von dreißig bis vierzig Jahren, sind ohne...

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I stumbled upon this 1907 collection almost by accident, and I'm so glad I did. Das erste Wort der kleinen Elinontis, und andere Indianergeschichten ("The First Word of Little Elinontis, and Other Indian Stories") is exactly what the title promises: a series of short stories about Native American life.

The Story

The title story follows a young girl, Elinontis, who has never spoken. Her family and village watch her closely, wondering when and what her first word will be. The other stories branch out from this central point. We see daily life through different eyes—a boy on his first hunt, elders sharing wisdom, and the tense, often tragic, encounters with European settlers. It's not one continuous plot, but a mosaic of moments that build a full picture of a community.

Why You Should Read It

What struck me most was the book's quiet respect. Author Gustav Harders avoids turning his characters into stereotypes or noble savages. They feel like real people—worried parents, playful children, weary leaders. The writing is simple and vivid, focusing on small, human details. You get a sense of their connection to the land, their family bonds, and the slow, creeping pressure of a changing world. The mystery of Elinontis's silence ties it all together with a gentle, hopeful thread.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who love historical fiction that feels personal, not like a textbook. It's for anyone curious about everyday life in the past, especially from perspectives we don't often see. If you enjoy character studies and quiet, atmospheric stories more than fast-paced action, you'll find a lot to love here. Just be ready for a thoughtful, sometimes bittersweet, journey into a vanished world.



✅ Open Access

This publication is available for unrestricted use. Feel free to use it for personal or commercial purposes.

William Hill
1 year ago

This is one of those stories where the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Exceeded all my expectations.

Jackson Gonzalez
1 year ago

This book was worth my time since it manages to explain difficult concepts in plain English. I will read more from this author.

Emily Gonzalez
5 months ago

After finishing this book, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Don't hesitate to start reading.

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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