Mitteilungen aus den Memoiren des Satan by Wilhelm Hauff

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By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Historical Travel
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
Have you ever wondered what the Devil's diary would look like? Wilhelm Hauff gives us exactly that in this wild, witty, and surprisingly charming novel from the 1820s. The story is framed as the 'memoirs' of Satan himself, who's feeling a bit bored and decides to meddle in human affairs for his own amusement. He takes on a human disguise and wanders through early 19th-century German society, observing our vanity, greed, and foolishness with a sharp, cynical eye. It's less a horror story and more a darkly funny social satire. Think of it as the Devil playing the ultimate prankster, and we're all the punchline. If you like clever stories that poke fun at human nature, this hidden gem is a delight.
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helle Ströme zwischen weißen Kiessäumen bergfrisch entgegenrauschen. Ein breites Thal liegt vor uns; an der Nordseite von kahlem, grauem Geschröffe vermauert, während an der Südseite grüne, bewaldete und bemattete Hänge sanfter hinansteigen. An Dörfern und Städten trägt uns das Rad auf der dröhnenden Schiene vorüber, auf Brücken den Strom übersetzend. Und bald erschließt sich in der südlichen, bald in der nördlichen Thalumwallung ein Spalt, der uns einen Einblick in irgend eine stille verträumte Nische dieser Bergwelt gestattet, wo abseits vom Lärm der großen Welt ein Häufchen Menschen lebt, das nichts kennt, als seine paar Häuser, seine weiße Kirche und die himmelhohen Berge, die seine Heimat umschließen. Wir verlassen die Schienenstraße und wandern mittagwärts in eines jener Thäler hinein. Tiefe Einsamkeit umgibt uns bald; durch einen Erlenwald hören wir, manchmal näher, manchmal ferner, einen Bergstrom rauschen. Das erste Dorf, das in einer Thalweitung sich zeigt, ist groß und wohlhabend, von Obstgärten und Getreidefeldern umgeben. Dann verengert sich das Thal wieder; durch eine Wildnis von grauen und braunen Trümmerblöcken, die von den hohen, düster über uns starrenden Thalwänden niedergestürzt sind, windet sich ein schlechtes Sträßchen hinan, neben dem in grandioser Wildheit uns entgegenschäumenden Gletscherbach. Eine höhere Thalstufe wird erreicht; wieder breiten sich grüne Matten um uns aus, von riesenhaften Bergen überragt, über deren braune Wände Wasserfälle niederstäuben, die aus Schnee- und Eisfeldern entspringen. Hoch oben zwischen finsterem Zackengemäuer sieht man die blauen Gletscherzungen herabhängen, aus denen diese Sturzbäche kommen. Und wieder treten die Thalwände näher zusammen. Der einwärts führende Weg ist nun nicht mehr fahrbar; als steiniger Saumpfad nur zieht er sich steil empor, durch stundenlange Einöden, bald am rechten, bald am linken Ufer des tosenden Gletscherbachs, über schwankende Balkenbrücken, an schwindlig jähen Felswänden oder über wüste Schuttwälle hinweg. Dann öffnet sich das Thal noch einmal; sein letztes höchstes Dorf begrüßt uns: ein Haufen brauner Holzhäuser, zu Füßen einer schmucklosen grauen Steinkirche. Ringsum grünes Gehügel und über ihm ansteigend graue Bergflanken; wo sie etwa einen Durchblick gestatten, sieht man weiße Eismassen niedersteigen und im fernsten Hintergrunde einen in blinkendes Schneekleid gewandeten Hochgipfel aufragen. Das Dorf ist wie ausgestorben; nur ein paar Kinder, die an einem Zaune sitzen, schauen uns mit großen schwarzen Augen verwundert an. Und weiter geht’s, wieder stundenlang, zu den letzten Thalstufen empor, durch Engen und Schluchten, an steinigen Hängen hinan. Noch einzelne Bäume zeigen sich an diesen Hängen: verwitterte seltsam geformte Zirbelkiefern, deren zähes Wurzelwerk im Felsboden sich einen rauhen Stand gesucht hat. Dann bleiben auch sie zurück; und wie der Thalgrund sich wieder öffnet, ist er zu einem riesigen Amphitheater von Fels und Eis geworden. Zwischen nackten Riffen und Hörnern, die nur am Fuße noch hier und da den Anflug spärlicher grüner Moosbekleidung zeigen, wälzen sich, von himmelblauen Spalten durchsetzt, breite Eisströme herab, deren Ursprung stundenweite Firnfelder sind. Und über diesen türmen sich noch in geisterhafter Schönheit die höchsten Zinnen und Zacken des Gebirges empor: blinkende Schneespitzen, nur an den Schultern unterbrochen von schwärzlichen Klippen oder blaugrünen Eisbrüchen. Der Boden dieses Hochthales aber ist ein Spielplatz der Gletscherbäche, die hier von allen Seiten her als weiße Fäden über die Moränenwälle und die letzten grünen Matten herabkommen. Hoch über einem dieser Moränenwälle, auf isoliertem Felshügel, schimmert noch ein kleiner Steinbau in der Abendsonne: eins von den Unterkunftshäusern, die der Alpenverein an den Enden der Hochthäler errichtet hat, dort, wo die letzten gebahnten Pfade enden, wo der Wanderer, der noch weiter will, sich den Steig durch die schreckhaften Eisgefilde selber bahnen muß. So ist der Charakter der Landschaft in den Thälern, die zum mittelsten Eiskamm der Tiroler Alpen hinanführen, zu jenem Eiskamm, der von Westen nach Osten, nur an wenigen...

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Okay, let's set the scene. It's the early 1800s, and Satan is... well, a bit bored. To spice up his eternal existence, he decides to write his memoirs and take a little vacation on Earth. He adopts the guise of a charming, wealthy nobleman and inserts himself into high society. The book is a series of connected episodes where he observes, tempts, and often just watches humans make a mess of things all on their own.

The Story

The plot isn't one linear adventure. It's more like Satan's greatest hits (or worst pranks). He travels from town to town, encountering a gallery of characters: greedy merchants, vain aristocrats, love-struck youths, and corrupt officials. Sometimes he actively schemes, offering deals or planting ideas. Other times, he just needs to show up, and human nature does the rest. The fun isn't in whether he 'wins' a soul—it's in watching how easily people trip themselves up with their own pride, jealousy, and desire.

Why You Should Read It

What surprised me most was how funny and modern it feels. Hauff's Satan isn't a monster from a fire-and-brimstone sermon. He's witty, sarcastic, and almost relatable in his frustration with human hypocrisy. The book is less about supernatural evil and more about the very ordinary, silly evils we commit every day. Reading it feels like getting a mischievous, behind-the-scenes tour of human folly from the ultimate outsider.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who love classic literature but want something off the beaten path. If you enjoy the social observations of Jane Austen but wish they had a dash of supernatural mischief, you'll love this. It's also great for fans of ironic narrators and stories where the villain is the one telling the joke. Just be prepared to laugh at yourself a little—because you'll probably see a bit of Hauff's characters in the world (and maybe even in the mirror).



🏛️ License Information

This book is widely considered to be in the public domain. It is available for public use and education.

Oliver Anderson
1 year ago

Comprehensive and well-researched.

5
5 out of 5 (1 User reviews )

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