Jean qui grogne et Jean qui rit by comtesse de Sophie Ségur

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By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Historical Travel
Ségur, Sophie, comtesse de, 1799-1874 Ségur, Sophie, comtesse de, 1799-1874
French
Ever wonder why some people just seem to have all the luck? This classic French children's tale from the 1800s, 'Jean qui grogne et Jean qui rit,' gives us a simple but powerful answer: it's all about attitude. The story follows two cousins, both named Jean, who leave their village for Paris. One complains about everything, while the other finds joy in the smallest things. Their identical journey becomes a fascinating experiment in how perspective shapes destiny. It's a short, charming fable that will make you smile and maybe check your own grumbling. Perfect for a cozy afternoon read.
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sah einen goldenen Kopf, der wie eine gebrochene Blume herunterhängt. Ich sah den Reiter im Burghof absteigen, und vorsichtig trägt er in seinen Armen ein Mägdlein hinein zur Pforte. Ach es ist lang her -- die große Eiche dort war noch ein kleines Bäumlein.« Mehr als zweihundert Jahre her ists dann, denk ich. Was war das für eine Zeit? Die schlimme, die bittre Zeit im deutschen Land, da überall die Scheiterhaufen rauchten und ein unsäglicher Jammer zum Himmel schrie -- -- die roten Streifen an der Hand, und die Augen, die in die Ferne sehen! Das war eine Hexe. Und der Reiter verbarg sie hier. Er flüchtete sie wohl. Drüben, zwei Stunden weit, ist eine kleine Residenz, dort liegen noch viele alte Papiere, die noch heute das Herz vor Entsetzen schlagen machen, wenn man in sie hineinsieht. Er sandte ihr die seidene Decke; für sie hing er die wunderbaren Vorhänge an das Holzwerk des Betthimmels. Ich kann das Mädchen mit den goldenen Haaren um das weiße Gesicht nicht vergessen. Wenn ich Lilien sehe, denke ich an sie, aber weißer, viel weißer als die Blumenblätter war diese Haut, goldener, viel goldener als die Fäden im Lilienherzen waren diese Haare. Seidene Decke, du mußt die Geschichte wissen, der Lindenbaum sah sie nur kurz, -- du brauner gedrehter Bettpfosten, du bist doch die ganze Zeit dabei gestanden! Hast du denn alles vergessen? Du hast so viel Zeit daran zu denken. Hast du denn je wieder so etwas Liebliches gesehen? Blieb denn kein Ton der Stimme, der Stimme, die zu den Augen und den Händen gehört, irgendwo hangen? Ich hörte doch auch die Lautenklänge um das Balkenwerk des Vorraums schweben -- Geister von Klängen nur -- doch ich kenne sie ja, -- das ist eine alte Volksweise ... »Es ist ein Schnitter, heißt der Tod -- Freue dich, schöns Blümelein.« Es ist eine Männerstimme, die singt und die im Weinen erstirbt. Und dann höre ich noch eine Stimme von dem Lager aus -- das muß ihre Stimme sein -- ach das ist ja die süßeste Stimme der Welt! Und dann eine Altweiberstimme, freundliche Trostworte murmelnd. Nun weiß ja jedes Eckchen zu erzählen, Nichts haben die vergessen, gar Nichts. So lang haben sie gewartet, bis sie es Jemand erzählen durften, was sie wissen. Jemand, der nicht nur hört, der auch sehen kann, wenn andere Leute nur das kahle Bett und die gelbe Decke sehen. Und die erzählen mir Alles. Jahre brauchen die dazu, denn nicht immer kann ich bei ihnen sitzen und ihnen zuhören. Sie erzählen mir die Geschichte vom Grafensohn und der Hexe. Von der Hexe, die eine Heilige war. Wie der Grafensohn die Hexe, die eine junge Gräfin und Waise gewesen sei, hieher geflüchtet habe. Wie er um die Wette ritt mit dem Tod, das sah ja die Linde. Wie sie da in langem, schwerem Siechtum gelegen sei, Niemand bei ihr als ein Kind und ein altes Weiblein, ein sehr liebes altes Weiblein, das sie gepflegt habe. Warum war sie denn so krank? Das denk ich mir nun schon, ich kenne ja das Gewölbe unter dem Schloß im Städtlein und die Dinge, die sie dort hatten, von denen habe ich auch schon gehört. Die können sie doch nicht alle auf diese zarte Blume losgelassen haben -- das Weiblein schüttelt den Kopf: O nein, um eine halbe Stunde nur kam er zu spät. Also doch! Eine halbe Stunde kann lang sein, in einer halben Stunde kann ein Leben verdorben oder gerettet werden! -- Das seltsamste Geheimnis wissen die Vorhänge. Sie sagen: Wie oft haben diese träumenden Augen, diese Augen, wie wir sie unter all...

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First published in 1865, this is a classic moral tale from the Comtesse de Ségur, who was basically the J.K. Rowling of 19th-century French children's literature. Her books were wildly popular, and this one shows why.

The Story

Two young cousins named Jean leave their poor Breton village to seek their fortunes as apprentices in Paris. They have the same name, the same start, and the same journey. But that's where the similarities end. One Jean is a chronic complainer ('Jean qui grogne'). Every bump in the road, every minor inconvenience, is a catastrophe. The other Jean is cheerful and grateful ('Jean qui rit'). He finds something good in every situation. We follow them step-by-step as their different attitudes lead to wildly different encounters with the people they meet, ultimately deciding their fates in a way that feels both fair and deeply satisfying.

Why You Should Read It

Don't let the 'moral tale' label fool you—this isn't a dry lecture. The two Jeans are instantly recognizable. We all know a complainer, and we've all been one! The book's magic is in its simplicity. It doesn't need complex plots or villains; the conflict is entirely internal. Watching how a smile or a frown changes each boy's path is a quiet little masterpiece of storytelling. It’s a potent reminder, wrapped in a sweet, old-fashioned narrative, that our outlook might be the most powerful tool we have.

Final Verdict

This is a gem for readers who enjoy historical children's classics like The Secret Garden or A Little Princess, where character is destiny. It's also a fantastic, gentle read-aloud for kids (and a subtle lesson for adults!). If you're looking for a fast-paced thriller, look elsewhere. But if you want a clever, heartwarming fable that you can read in one sitting, this little book is a true delight.



🔖 Legal Disclaimer

This text is dedicated to the public domain. Knowledge should be free and accessible.

Betty Young
2 weeks ago

Very helpful, thanks.

5
5 out of 5 (1 User reviews )

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