Die Amazone by Kasimir Edschmid

(9 User reviews)   4770
By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Historical Travel
Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Hey, have you ever wondered what happens when you try to force a wild creature into a cage? That's the feeling I got from 'Die Amazone.' It's not your typical adventure story. It's about a woman who refuses to be tamed by the rigid world around her, and the man who is both fascinated and terrified by her freedom. It’s a short, sharp shock of a book about the quiet war between society's rules and one person's wild heart. You’ll finish it in a sitting, but it’ll stick with you for days.
Share

Read "Die Amazone by Kasimir Edschmid" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

nachtwandlerischem Ausdruck dem Himmel sich darzubieten scheint. Ihr langes schwarzes Haar fließt offen über die Schulter. -- Am Strande, im Trockenen, steht ein Fischerboot. Links vorn auf der Düne, dem Schuppen gegenüber, ein Signalmast mit Strickleitern usw. Ein junges Mädchen, weiß und sommerlich gekleidet, liegt mit einem Buch zwischen Schuppen und Signalmast auf der niedrigen Düne: Lucie Heil. Von rechts vorn kommt der etwa 45jährige Tischlermeister Kühn, gefolgt von einem Lehrling. Sie tragen blaue Schürzen, keiner von beiden eine Mütze. Der Meister grüßt Lucie, der Lehrling grinst sie an. An der Rückwand des Rettungsschuppens liegt ein Stapel fichtener Bretter. Zwei davon lädt Kühn dem Lehrling auf, und dieser trägt sie davon. Kühn: Na, sind Sie auch wieder da, Freilein? Lucie: Das gehört sich doch, Meister! Kühn: Sie kommen immer, wenn die Zugvögel abreisen! Wenn die vielen Zugvögel bei uns Station machen, kommen Sie auch. Lucie: Das stimmt. Kühn: Wir warten immer drauf, daß der Herr Professor Ottfried Mäurer sich am Ende doch noch anbaut auf der Insel. Lucie: Im vorigen Herbst war es nahe daran; aber der Windmüller ging mit seinem Preis plötzlich zu hoch hinauf. Kühn: Die Leute sind dumm! Sie wissen nicht, was sie von der Hand weisen. Wenn so'n Mann, wie Professor Mäurer, sich hier auf der Insel ein Tuskulum hinsetzt, das würde doch für jeden hier von größtem Vorteil sein. Lucie: Es wäre gar nicht gut, wenn die Insel bekannt würde; denn käme erst mal das ganze Großstadtgewimmel darüber hereingebrochen, dann wär's mit ihrer Schönheit wohl aus. Kühn: Ist der Herr Professor Ihr Onkel, Freilein? Lucie (lacht): Nein, ich bin seine Großmutter, Meister Kühn. Ottfried Mäurer erscheint vom Strande her über die Dünen. Er ist ein mittelgroßer, etwa 36jähriger blonder Mann mit rötlich blondem Spitzbart. Sein Kopfhaar ist kugelrund geschoren; die Stirne breit. Ein Ausdruck schmunzelnder Schalkhaftigkeit belebt zuweilen den scharfblickenden Ernst seines Gesichts hinter der goldnen Brille und dem Kneifer. Er ist unauffällig gekleidet, hat einen Mantel um, einen weichen Filzhut auf dem Kopf, einen gewöhnlichen Stock an den Arm gehakt, und ein Buch, Quart, mit weißem Schweinslederdeckel in der Hand. Mäurer: Guten Tag, Meister Kühn. Kühn: Schön'n Dank, Herr Professor! -- Glücklich wieder auf Fischmeisters Oye angelangt? Mäurer: Gott sei Dank, Meister. -- Aber ich hatte es diesmal verdammt nötig. Kühn: Na, ja, wir haben's ja in der Zeitung gelesen. Mäurer (schmunzelnd): Was haben Sie denn in der Zeitung gelesen? Kühn: Von die schöne Bildsäule, die in Bremen errichtet worden ist. Mäurer: Die hat mir verflucht Arbeit gemacht, können Sie mir glauben, die schöne Bildsäule. Ich bin froh, daß sie mir aus dem Gehege ist. Kühn: Nu gehn Sie aber doch gleich schon wieder nach Griechenland? Mäurer: Hat das etwa auch schon wieder in der Zeitung gestanden? Kühn: Jawohl! Es gibt ja wohl Marmorbrüche dort, und da wollen Sie ja wohl Steine für neue Standbilder aussuchen. Mäurer: Na, Gott sei Dank bin ich mal erst vorläufig hier! -- Ich habe schon manchmal ganz gemütlich in Berlin in einer Weinkneipe gesessen und in der Zeitung gelesen, ich befände mich augenblicklich in Konstantinopel und modellierte die Tochter des Sultans. -- Übrigens, wem gehört denn die Gallionfigur? Kühn: Die hat der große Nordweststurm vor zwei Jahren an Land gebracht. Mäurer: Sie gefällt mir; ich würde sie gerne kaufen. Kühn: »Ilsebilse, niemand will se, kam der Koch und nahm se doch.« -- Schuckert, glaub' ich, hat sie gefunden. Mäurer: Ist das der junge Schuckert? Kühn: Jawohl. Bei Schuckerten finden Se immer so was. Der Alte hat mal einen dicken goldnen Armring aus'm Wasser rausgebracht. Soll ich vielleicht mal mit ihm reden? Mäurer: Ja, bitte, Meister; tun Sie das!...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

The Story

We meet the 'Amazon,' a woman whose very presence is a challenge. She’s independent, athletic, and lives by her own fierce code. The story follows her relationship with a man who represents the opposite: a product of his time, bound by convention. Their connection is a collision. He tries to understand her, to perhaps possess or change her, but she remains an enigma—a force of nature that can’t be owned.

Set against the backdrop of pre-WWI Europe, the world itself feels like a character, one that’s growing increasingly tense and ready to snap, much like their relationship.

Why You Should Read It

This book grabbed me because it’s so much more than a period piece. Edschmid writes with a raw, almost cinematic energy. You feel the frustration of the characters, the claustrophobia of their social roles. The 'Amazon' isn't just a symbol; she feels real in her defiance. The real tension isn't in grand action, but in the small moments where two completely different ways of being in the world smash into each other.

It’s a powerful, early look at the modern woman, written by a man who seemed to both admire and fear what that meant.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories that pack a punch. If you’re into early 20th-century literature, existential tension, or just fascinating, flawed characters, give this a try. It’s for anyone who’s ever felt out of step with the world’s expectations. A brilliant, compact novel about the cost of being free.



ℹ️ License Information

You are viewing a work that belongs to the global public domain. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Sarah Lopez
1 year ago

Five stars!

Elizabeth Ramirez
9 months ago

I didn't expect much, but the emotional weight of the story is balanced perfectly. A valuable addition to my collection.

Michelle Lewis
2 weeks ago

Finally found time to read this!

Daniel Lewis
8 months ago

Not bad at all.

Jackson Martin
2 months ago

I didn't expect much, but the arguments are well-supported by credible references. One of the best books I've read this year.

5
5 out of 5 (9 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks