Das lebende Lichtbild: Entwicklung, Wesen und Bedeutung des Kinematographen

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By Ava Marino Posted on Dec 26, 2025
In Category - Historical Travel
Liesegang, Franz Paul, 1873-1949 Liesegang, Franz Paul, 1873-1949
German
Hey, have you ever wondered what people thought about movies when they were brand new? I just finished this incredible 1905 book by Franz Paul Liesegang, and it's like a time capsule. It's not just a dry technical manual—it's written right at the moment when 'living pictures' went from being a scientific curiosity to a global sensation. The author is trying to figure out what this new invention *means*. Is it just a toy? Can it be art? Will it change how we see the world? Reading it feels like being in the room at the birth of cinema, hearing someone's best guess about a future we now live in. It's thrilling and surprisingly profound.
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auf den toten Buchstaben und die flache Buchillustration angewiesen bin. Meinem Wunsche, wenigstens einiges Anschauungsmaterial beizugeben, kam nun der glückliche Umstand zu Hilfe, daß sich verschiedenes aus den Abbildungen selbst leicht herstellen läßt: der Leser braucht nur die Figuren der Tafel auszuschneiden und mit Schnur zu versehen bezw. anzuheften, dann hat er Wunderscheibe, Lebensrad und Malteserkreuz-Modell. Einen Taschenkinematograph stellt das Heft, so wie es ist, selbst dar. Außerdem ist ein kleines Stückchen Film beigefügt. Bei dem kleinen Umfange der Schrift konnte nur ein gedrängter Überblick über das Gesamtgebiet der Kinematographie gegeben werden. Näheres über die Konstruktions-Anordnungen und über die technische Seite überhaupt findet man in meinem »Handbuch der praktischen Kinematographie«, während ich die Geschichte der Kinematographie in einer besonderen Arbeit eingehend behandele. Um ein gutes Illustrationsmaterial zu bieten, ließ ich die Klischees mit einigen Ausnahmen als Holzschnitte neu anfertigen, und zwar zum Teil nach den Originalabbildungen oder nach besonders entworfenen Zeichnungen. Verschiedenen Verlegern und Autoren habe ich für die bereitwillig erteilte Reproduktions-Genehmigung zu danken: Herr Hofrat Professor Dr. Eder in Wien und der Verlag von Wilh. Knapp in Halle a. S. gestatteten die Wiedergabe zweier Porträts aus Eder's »Geschichte der Photographie«, die Firma Léon Gaumont in Paris und die dortige Zeitschrift L'Illustration die Reproduktion mehrerer Filmbilder, die Urban-Trading Co. in London die Einfügung eines Bildes aus ihrem Betriebe, Professor Demeny überließ mir eine Aufnahme, womit ich seine »Photographie der Sprache« illustrieren konnte. =Düsseldorf=, Dezember 1909. =Der Verfasser.= [Sidenote: Illustration Dies Bild stellt in Verbindung mit den folgenden einen »Taschenkinematograph« dar.] Die Entwicklung des Kinematographen. _Einleitung._ Die wunderbare Wirkung der kinematographischen Lichtbilder beruht auf einer Täuschung unseres Auges. Was uns da auf der weißen Wand gezeigt wird, ist in Wirklichkeit eine große Reihe einzelner Bilder, die den Gegenstand oder die Szene in immer neuen Momenten einer Bewegung wiedergeben und die mit sehr großer Geschwindigkeit aufeinander folgen. Wenn sich nun in unserem Auge die vielen Einzelbilder zu einem einzigen lebenden Bilde zusammensetzen, so wird das bewirkt durch die »Dauer des Lichteindruckes«. Unser Auge läßt nämlich einen Eindruck, den es empfangen hat, nicht sofort wieder fahren, hält ihn vielmehr eine gewisse Zeit fest, allerdings nur den Bruchteil einer Sekunde. Infolgedessen werden sehr rasch aufeinander folgende Eindrücke ineinander verschwimmen. Diese Eigenschaft des Auges können wir im täglichen Leben beobachten. Ihnen wird das folgende Experiment bekannt sein; sonst ist es leicht anzustellen. Wenn man im Dunkeln ein glimmendes Streichholz (also eines von der schlechten Sorte!) hinreichend rasch umherschwingt, so sieht man nicht -- wie man annehmen sollte -- einen sich weiter bewegenden leuchtenden Punkt, sondern einen feurigen Kreis. [Illustration: Fig. 1. Versuch zur Bestimmung der Dauer des Lichteindruckes.] Genauere Untersuchungen hierüber wurden zuerst angestellt von Ritter d'Arcy im Jahre 1765. Er schwang ein Stück glühender Kohle im Kreise herum mit zunehmender Geschwindigkeit. Nun kommt ein Moment, wo der leuchtende Kreis grade geschlossen ist. Dann wissen wir: der Lichteindruck an einer Stelle, z. B. A in Figur 1, wirkt genau so lange Zeit nach, als die Kohle für eine Umdrehung braucht. Arcy fand auf diese Weise, daß die Dauer des Lichteindrucks im Auge ungefähr 1/8 Sekunde beträgt. _Die Wunderscheibe und die Geschichte ihrer Erfindung._ Das erste Bildinstrument, das auf dieser Eigenschaft des Auges beruhte und das sich rühmen kann, der Urahn des Kinematographen zu sein, war die im Jahre 1825 erfundene Wunderscheibe, auch Thaumatrop genannt. Es ist eine Pappscheibe, die beiderseits eine Zeichnung hat, vorn z. B. einen Vogel und hinten einen Käfig, und die man mittels zweier daran geknüpfter Fäden in Umdrehung versetzt. Bei rascher Umdrehung sieht man dann den Vogel im Käfig sitzen. Wenn Sie die Figur 2 der vorgehefteten Tafel ausschneiden, dann haben...

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This isn't a novel, but its story is the birth of an idea. Das lebende Lichtbild (The Living Picture) was published in 1905, right as movies were exploding in popularity. Franz Paul Liesegang, a scientist and publisher, tries to make sense of this new phenomenon, the cinematograph.

The Story

Think of it as a snapshot of a revolution in progress. Liesegang walks us through the technical development of movie cameras and projectors, explaining the 'how' in clear terms for his 1905 audience. But the real heart of the book is his attempt to grasp the 'why.' He explores the social impact: how films were shown, who watched them, and what people feared or hoped about this powerful new medium. He's documenting the moment movies stopped being a magic trick and started becoming a part of culture.

Why You Should Read It

It’s the perspective that's fascinating. There are no spoilers here because we *are* the future he's speculating about. Reading his predictions and analyses—some spot-on, others charmingly off-base—makes you see our own media-saturated world with fresh eyes. You get a real sense of the wonder, confusion, and possibility that surrounded the dawn of film. It’s a primary source that reads like a thoughtful conversation.

Final Verdict

Perfect for film fans, history lovers, or anyone curious about how new technologies shake up society. It’s not a light beach read, but it’s a short, focused trip back in time. If you've ever sat in a dark theater and been transported, this book shows you where that magic began, written by someone who saw it happen.



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