Die Weiber am Brunnen: Roman by Knut Hamsun

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Geographic History
Hamsun, Knut, 1859-1952 Hamsun, Knut, 1859-1952
German
Hey, have you read this Norwegian novel about a man who returns to his village after years away? It's called 'Die Weiber am Brunnen' ('The Women at the Pump'). The whole town is buzzing with gossip, especially about the women who gather at the central water pump. The main character, Oliver, is trying to rebuild his life, but everyone seems to know his business before he does. It's a quiet, slow-burn story where the real drama isn't in big events, but in whispered conversations and sideways glances. It feels so real – you can practically hear the creak of the pump handle and feel the judgment in the air. If you like character studies and small-town dynamics, this one gets under your skin.
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Wein, Weiber und Gesang liebte, die ganze Stadt war bei ihm eingeladen. Jawohl, und alles ging ausgezeichnet. Das Ganze wurde in der Zeitung besprochen; auch daran erinnern sich die Leute heute noch, und die Weiber redeten sogar am Brunnen miteinander darüber. Manchmal keiften sie um ganze Kleinigkeiten. Lydia konnte sagen: „Sollte ich das nicht wissen, wo ich doch den ganzen Tag in der Küche dabei gewesen bin!” -- Die andere Frau aber bleibt bei ihrer Behauptung: „Du kannst ja hingehen und Johnsen selbst fragen!” -- „Das hab' ich für mein Teil gar nicht nötig,” versetzt eine dritte, „denn ich hab' die Zeitung aufgehoben.” Aber seit jenem großen Tage sind nun wohl sechs bis acht Jahre vergangen. Und ebensogut wie die Weiber konnte sich auch noch der Schmied Carlsen an jenen Tag erinnern. Er war ein sehr geachteter Mann, ja sogar Witwer mit erwachsenen Kindern, also kein junger Wildfang -- nein, er stand in aller Stille in seiner Schmiede und dankte Gott für diesen Festtag ebenso wie für alle andern Tage, die er erleben durfte. So war er, ein frommer Mann war er. Er merkte wohl auf und dachte bei jedem großen, freudigen Ereignis im Ort, daß nun er und alle andern Menschen Gott dafür danken müßten. Viel Worte machte er nicht darüber, und die Leute hätten wohl auch nicht viel auf seine Worte gegeben, aber sie schätzten und achteten ihn. Die Menschen waren zwar zäh und undankbar wie sonst auch, aber der Schmied Carlsen war jedenfalls eine Merkwürdigkeit im Städtchen. Es gab da auch viele andere Gestalten und Persönlichkeiten: Olaus am Wiesenrain, den Fischer Jörgen, den Schreiner Mattis, den Doktor, den Postmeister, o, es waren gar viele. Der Zahn der Zeit nagt nicht an allen in gleichem Maße, manche sind unveränderlich, sie reden und reden gar viel. Auch der Postmeister ist in seiner Art ein frommer Mann, er und der Schmied Carlsen also sind fromm; aber sonst ist die ganze Stadt weltlich gesinnt und wenig tief angelegt. Es ist, als gebe es gar keinen Pfarrer in der Gemeinde; er tauft, konfirmiert, kopuliert und begräbt zwar die Leute, sonst aber haben sie keine Verwendung für ihn, und es wird nicht von ihm gesprochen. O, der kleine Ameisenhaufen! Alle Menschen sind von ihrem Eigenen hingenommen, sie begegnen einander auf den Wegen, einer pufft den andern auf die Seite, manchmal schreiten sie übereinander weg. Es geht gar nicht anders, manchmal schreiten sie übereinander weg. -- Jetzt ist der Fischer Jörgen draußen auf See und fängt Fische zu einem großen Gastmahl, genau wie vor sechs bis acht Jahren. Obgleich es Sonntagmorgen ist, sitzt er noch in seinem Boot und möchte so gerne eine ordentliche Menge Fische mit heimnehmen. Drüben am Lande wird es nun allmählich lebendig. Die Morgenbrise setzt ein, Jörgens Boot treibt ab, er muß ordentlich rückwärts rudern, um sich nach den Seezeichen am Ufer richten zu können. Ach was, nun gibt er es auf, er hat seit zwei Uhr draußen gesessen! Im Ort ist noch niemand auf. Jörgen zieht die Fische auf eine Schnur und trägt sie so durch die Straßen. Er stapft in schweren Stiefeln einher, und im ganzen genommen ist er ein schwerfälliger Mann in einem isländischen Wams und den Südwester auf dem Kopf; sonst aber ist er nicht von hohem Wuchs, eher mager und dazu etwas kurz im unteren Körper. Aber Jörgen ist zäh und ausdauernd, niemals bettlägerig, niemals niedergedrückt; eine Erkältung kuriert er dadurch, daß er sich nicht um sie kümmert. Er geht nach dem großen Hause von C. A. Johnsen, hängt das Fischbündel da an die Küchentür und stapft nach Hause. Ja, jetzt raucht es aus seinem...

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Knut Hamsun's 'Die Weiber am Brunnen' (translated as 'The Women at the Pump') is a masterclass in observing human nature. Set in a small Norwegian coastal town, it strips away grand plots to focus on the rhythms, rumors, and quiet struggles of everyday life.

The Story

The book follows Oliver Andersen, a sailor who comes home after many years at sea. He's not a traditional hero; he's flawed, a bit lost, and hoping for a fresh start. But in this town, the past is never really past. The central gathering spot is the village pump, where the local women exchange news, gossip, and judgments that shape the community's reality. As Oliver tries to settle down, marry, and find his place, his life becomes the subject of their relentless scrutiny. The story unfolds through their perspectives and Oliver's own internal world, painting a picture of a man trapped by reputation and the narrow expectations of those around him.

Why You Should Read It

Hamsun doesn't give you easy answers or clear villains. The 'villain' here is often the collective voice of the town itself. His writing is incredibly atmospheric – you feel the chill of the Nordic air and the claustrophobia of a place where everyone knows your name (and your business). What struck me was how modern the social dynamics feel. The pressure to conform, the cruelty of casual gossip, and the quiet desperation of wanting to be seen for who you are, not who people say you are, are all themes that resonate deeply today.

Final Verdict

This isn't a book for someone craving fast-paced action. It's for readers who love to sink into a rich, psychological portrait of a community and a man. Perfect for fans of slow, character-driven European literature, or anyone who's ever felt the weight of small-town eyes. It's a challenging, thoughtful, and ultimately haunting read that stays with you long after you close the cover.



📢 No Rights Reserved

This digital edition is based on a public domain text. Thank you for supporting open literature.

Sandra Young
1 year ago

As someone who reads a lot, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. One of the best books I've read this year.

Karen Allen
3 months ago

A bit long but worth it.

Oliver Miller
1 month ago

This is one of those stories where the plot twists are genuinely surprising. I learned so much from this.

Barbara Hill
1 year ago

Solid story.

Aiden Brown
1 year ago

Finally a version with clear text and no errors.

5
5 out of 5 (6 User reviews )

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