Wilhelm Hauffs sämtliche Werke in sechs Bänden. Bd. 5 by Wilhelm Hauff

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By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Geographic History
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
Ever feel like you need a break from modern life? Let me introduce you to Volume 5 of Wilhelm Hauff's collected works. Forget everything you know about 19th-century German literature being stuffy. This book is a surprise package. It's not one story, but a whole collection of them—think of it as the Netflix of 1827. You'll find chilling ghost stories that will make you check your locks, clever satires that feel weirdly current, and fantastical tales that are pure escapism. The main thread? It's the mystery of human nature itself—greed, love, fear, and the consequences of our choices, all wrapped in Hauff's incredibly vivid storytelling. It's like a conversation with a brilliant, slightly mischievous friend from 200 years ago.
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sie sagten, aus purer Gewissenhaftigkeit, nie ungefeiert vorbeiließen. Morgens waren die Milizen ausgerückt, hatten prächtige Kirchenparade gehalten und kümmerten sich in ihrem Patriotismus wenig darum, daß die Dragoner, welche als Garnison hier lagen, sie laut genug bekrittelten. Mittags war herrliches Diner gewesen, an welchem jedoch nur die Herren Anteil genommen und so lange getrunken und getollt hatten, daß sie kaum mehr mit dem Umkleiden zum Ball fertig geworden waren. Auf Schlag sieben Uhr aber war der Ball bestellt, dem die Freilinger Schönen und Nichtschönen schon seit sechs Wochen entgegengeseufzt hatten. Schön konnte er diesmal werden, dieser Ball; hatte ihn doch Hofrat Berner arrangiert, und das mußte man ihm lassen, so viele Eigenheiten er sonst auch haben mochte, einen guten Ball zu veranstalten, verstand er aus dem Fundament. Die Wagen hatten nach und nach alle ihre köstlichen Waren entladen; die Damen hatten sich aus den neidischen Hüllen der Pelzmäntel und Schals herausgeschält und saßen jetzt in langen Reihen, alle in unchristlichem Wichs, an den Wänden hinauf. Es war der erste Ball in dieser Saison. Der Landadel hatte sich in die Stadt gezogen, Kranke und Gesunde waren aus den Bädern zurückgekehrt; es ließ sich also erwarten, daß das Neueste, was man überall an Haarputz und Kleidern bemerkt und in seinem aufmerksamen Herzen bewahrt hatte, an diesem Abend zur Schau gestellt werden würde. Daher füllte die erste halbe Stunde eine Musterung der Coiffuren und Girlanden, und das Bebbern und Wispern der rastlos gehenden Mäulchen schnurrte betäubend durch den Saal. Endlich aber hatte man sich satt geärgert und bewundert und fragte überall, warum der Hofrat Berner das Zeichen zum Anfang noch nicht geben wolle. Das hatte aber seine ganz eigenen Gründe; man sah ihm wohl die Unruhe an, aber niemand wußte, warum er, ganz gegen seine Gewohnheit, unruhig hin und her laufe, bald hinaus auf die Treppe, bald herein ans Fenster renne; sonst war er Punkt fünf Uhr mit seinem Arrangement fertig gewesen und hatte dann ruhig und besonnen den Ball eröffnet, aber heute schien ein sonderbarer Zappel das freundliche Männchen überfallen zu haben. Nur er wußte, warum alles warten mußte; keinem Menschen, so viel man ihn auch mit Schmeichelwörtchen und schönen Redensarten bombardierte, vertraute er ein Sterbenswörtchen davon; er lächelte nur still und geheimnisvoll vor sich hin und ließ nur hie und da ein »werdet schon sehen« -- »man kann nicht wissen, was kommt« fallen. Wir wissen es übrigens und können reinen Wein darüber einschenken: Präsidents Ida war vor wenigen Stunden aus der Pension zurückgekommen; er, der alte Hausfreund, war zufällig dort, als sie ankam, er hatte nicht eher geruht, bis sie versprochen hatte, das ganze Haus in Alarm zu setzen, das Blondenkleid, in welchem sie bei Hofe war präsentiert worden, ausbügeln zu lassen und auf den Ball zu kommen. Wie spitzte er sich auf die langen Gesichter der Damen, auf die freundlichen Blicke der Herren, wenn er die wunderschöne Dame in den Saal führen würde; denn _kennen_ konnte sie im ersten Augenblick _niemand_. Wo hatte nur das Mädchen die Zeit hergenommen, so recht eigentlich bildhübsch zu werden? Als sie vor drei Jahren abreiste, wie besorglich schaute da der gute Hofrat dem Wagen nach; er hatte sie auf dem Arm gehabt, als sie kaum geboren war; bis zu ihrem vierzehnten Jahre hatte er sie alle Tage gesehen, hatte sie früher auf dem Knie reiten lassen, hatte sie nachher, trotz dem Schmollen der Präsidentin, zu allen tollen Streichen angeführt; er liebte sie wie sein eigenes Kind, aber er mußte sich vor drei Jahren doch gestehen, daß ihm angst und bange sei, was aus dem wilden Ding werden solle, das man da in die Residenz...

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This isn't a single novel, but a treasure chest of Hauff's shorter works. You'll jump from a suspenseful ghost story set in a haunted castle to a sharp, funny tale poking fun at society's hypocrisies. Then, just as you settle in, you're whisked away to a magical oriental fantasy. Hauff had this amazing talent for creating entire worlds in just a few pages. Each story is its own complete universe, with memorable characters—sometimes noble, sometimes deeply flawed—facing dilemmas that are surprisingly easy to relate to even today.

Why You Should Read It

I picked this up out of curiosity and couldn't put it down. Hauff's writing feels fresh. His ghost stories are genuinely eerie without being gory, relying on atmosphere and dread. His satires made me laugh because, honestly, people haven't changed that much. What I love most is the pure narrative joy in every page. He's not trying to lecture you; he wants to entertain you, to make you wonder what happens next. In an age of 500-page epics, there's something wonderfully satisfying about a story you can finish in one sitting, yet that stays with you for days.

Final Verdict

This is perfect for anyone who loves short stories, classic literature that doesn't feel like homework, or readers who enjoy the Brothers Grimm but want something aimed at adults. If you're a fan of writers like Poe or Maupassant, you'll find a kindred spirit in Hauff. It's also a great 'palate cleanser' between heavier books. Dive in for the spooky tales, stay for the wit and the timeless, masterful storytelling.



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Daniel Clark
1 year ago

Very helpful, thanks.

3
3 out of 5 (1 User reviews )

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