Wilhelm Hauffs sämtliche Werke in sechs Bänden. Bd. 4 by Wilhelm Hauff

(3 User reviews)   5284
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Geographic History
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
Hey, I just finished the fourth volume of Wilhelm Hauff's complete works, and it's a total gem if you love classic German storytelling. Forget dry old books—this collection is packed with adventure, sharp social commentary, and some genuinely creepy moments. The centerpiece is probably 'The Cold Heart,' a haunting fable about a charcoal burner who makes a terrible bargain for wealth, losing his humanity in the process. It’s like a dark, Brothers Grimm-style fairy tale for adults, asking what we're really willing to trade for success. Alongside it, you get satirical novellas and other tales that whisk you straight to 19th-century Germany, but with themes that feel completely current. Perfect for a cozy, thought-provoking read.
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gerade das angenehmste, das man führen kann, angenehm zu machen. Feine Weine, gute Tafel, schöne Zimmer hätte man auch sonst wohl dort gefunden, seltener, gewiß sehr selten so ausgesuchte Gesellschaft. Ich erinnere mich nicht, jemals in meinem Leben, weder vor- noch nachher, einen meiner damaligen Tisch- und Hausgenossen gesehen zu haben, und dennoch schlang sich in jenen glücklichen Tagen ein so zartes, enges Band der Geselligkeit um uns, wie ich es unter Fremden, deren keiner den andern kannte oder seine näheren Verhältnisse zu wissen wünschte, nie für möglich gehalten hätte. Der schöne Herbst von 1822 mit seiner erfreulichen Aussicht, dieser Herbst, am Rhein genossen, mag allerdings zu dieser ruhigen Heiterkeit des Gemüts, zu diesem Hingeben jedes einzelnen für die Gesellschaft beigetragen haben, aber nicht mit Unrecht glaube ich diese Erscheinung einem sonderbaren, mir nachher höchst merkwürdigen Mann zuschreiben zu müssen. Ich war schon beinahe anderthalb Tage in den drei Reichskronen vor Anker gelegen; hätte mich nicht ein Freund, den ich seit langen Jahren nicht gesehen hatte, auf den fünfundzwanzigsten oder dreißigsten bestellt, ich wäre nicht mehr länger geblieben, denn die schrecklichste Langeweile peinigte mich. Die Gesellschaft im Hause war anständig, freundlich sogar, aber kalt. Man ließ einander an der Seite liegen, wenig bekümmert um das Wohl oder das Weh des Nachbars. Wie man einander die schönen geschmorten Fische, den feinen Braten oder die Salatiere darzubieten habe, wußte jeder, »aber das Genie, ich meine den Geist«, wies sich nicht gehörig an der Tafel, noch weniger nachher aus. Ich sah eines Nachmittags aus meinem Fenster auf den freien Platz vor dem Hotel herab und dachte nach über meine Forderungen an die Menschen überhaupt und an die Gasthofmenschen (worunter ich nicht Wirt und Kellner allein verstand) insbesondere. Da rasselte ein Reisewagen über das Steinpflaster der engen Seitenstraße und hielt gerade unter meinem Fenster. Der geschmackvolle Bau des Wagens ließ auf eine elegante Herrschaft schließen. Sonderbar war es übrigens, daß weder auf dem Bock noch hinten im Kabriolett ein Diener saß, was doch eigentlich zu den vier Postpferden, mit welchen der Wagen bespannt war, notwendig gepaßt hätte. »Vielleicht ein kranker Herr, den sie aus dem Wagen tragen müssen,« dachte ich und richtete die Lorgnette genau auf die Hand des großen, stattlichen Oberkellners, der den Schlag öffnete. »Zimmer vakant?« rief eine tiefe, wohltönende Männerstimme. »So viele Euer Gnaden befehlen,« war die Antwort des Giganten. Eine große, schlanke Gestalt schlüpfte schnell aus dem Wagen und trat in die Halle. »Nr. 12 und 13!« rief die gebietende Stimme des Oberkellners, und Jean und George flogen im Wettlauf die Treppe hinan. Die Wagentüre war offen geblieben, aber noch immer wollte kein zweiter heraussteigen. Der Oberkellner stand verwundert am Wagen, zweimal hatte er hineingesehen und immer dabei mit dem Kopf geschüttelt. »Bst, Herr Oberkellner, auf ein Wort!« rief ich hinab, »wer war denn --« »Werde gleich die Ehre haben,« antwortete der Gefällige und trat bald darauf in mein Zimmer. »Eine sonderbare Erscheinung,« sagte ich zu ihm; »ein schwerer Wagen mit vier Pferden, und nur ein einzelner Herr ohne alle Bedienung.« »Gegen alle Regel und Erfahrung,« versicherte jener, »ganz sonderbar, ganz sonderbar. Jedoch der Postillon versicherte, es sei ein Guter, denn er gab immer zwei Taler schon seit acht Stationen. Vielleicht ein Engländer von Profession, die haben alle etwas Apartes. --« »Wissen Sie den Namen nicht?« fragte ich neugieriger, als es sich schickte. »Wird erst beim Souper auf die Schiefertafel geschrieben,« antwortete jener; »haben der Herr Doktor sonst noch etwas --?« Ich wußte zu meinem Verdruß im Augenblicke nichts; er ging und ließ mich mit meinen Konjekturen über den Einsamen im achtsitzigen Wagen allein. Als ich abends zur Tafel hinabging,...

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This fourth volume collects some of Wilhelm Hauff's most famous and impactful work from the 1820s. It's not one continuous story, but a rich sampler of his writing, from dark fairy tales to witty social satires.

The Story

The book's standout is the novella 'The Cold Heart'. It follows Peter Munk, a poor charcoal burner in the Black Forest who is tired of his hard life. He encounters magical forest spirits and eventually makes a deal with a terrifying Dutchman-like figure, Michel, trading his living heart for a stone one and immense wealth. The story shows Peter's transformation into a cold, ruthless man and his long, difficult road to redemption. Other tales in the volume, like the satirical 'The Inn in the Spessart,' frame these darker stories with humor and sharp observations about the society of Hauff's time.

Why You Should Read It

Hauff’s genius is in how he wraps serious ideas in absolutely gripping stories. 'The Cold Heart' is a masterpiece about greed and losing your soul, but it never feels like a lecture. You're right there in the misty woods with Peter, feeling the temptation and then the horror of his choice. The other stories provide balance, poking fun at pretentious city folk and telling shorter, punchier adventures. Reading this is like getting a direct line to the imagination of early 19th-century Germany—it's romantic, critical, and wildly creative all at once.

Final Verdict

This is for readers who love classic European literature but want something beyond the usual French or English canon. It's perfect for fans of the Brothers Grimm who are ready for longer, more psychologically complex tales, or for anyone who enjoys a story where fantasy exposes real human flaws. If you like your classics with a edge of darkness and a lot of heart (even when it's made of stone), you'll find Hauff surprisingly fresh and compelling.



🟢 Copyright Free

This book is widely considered to be in the public domain. Knowledge should be free and accessible.

Mark Nguyen
4 months ago

Great reference material for my coursework.

Paul Sanchez
1 year ago

The index links actually work, which is rare!

Elijah Perez
11 months ago

From the very first page, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. I would gladly recommend this title.

4
4 out of 5 (3 User reviews )

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