Rede zum Schuljahresabschluß am 29. September 1809 by Georg Wilhelm Friedrich Hegel

(8 User reviews)   5165
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Geographic History
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, 1770-1831 Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, 1770-1831
German
Okay, hear me out. I know a 200-year-old school speech by a famously difficult philosopher sounds like a sleeping pill. But trust me, this one's different. Hegel gave this talk to teenagers and their parents as he was leaving his job as a headmaster. It's a short, surprisingly emotional window into a genius trying to make sense of his own failure. He's wrestling with a huge question: if the world is driven by a logical, progressive spirit (his big idea), then why does his own life and work at this school feel like it's ending in disappointment? It's philosophy as a personal crisis, and it's weirdly gripping.
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sie Rauch und Funken. Ein Zittern lief durch ihre Flanken. Sie stand still. Eine gewissermaßen gefrorene Bewegung bekundete sich in der eingekeilten Menschenmasse. Aller Wahrscheinlichkeit entgegen gelang es einigen geschickten Händen, verklemmte Türen aufzureißen. Wer konnte, kletterte hinunter, von oben wurden Fragen in die Dunkelheit geworfen. Die Unruhe hatte ihren Höhepunkt erreicht, als die Beamten kamen, Aufklärung verbreitend: Fahrtunterbrechung. Vor der nächsten Haltestelle ist ein Zug entgleist. Aufschwirrende Gerüchte von Beschädigung des Bahnkörpers, Aufreißen der Schienen, begegneten dem gleichen Achselzucken wie die Wißbegierde nach der Dauer des unfreiwilligen Aufenthalts. Immerhin mußte die Mitteilung zu denken geben: es stehe jedem frei, auszusteigen und im nächsten Dorf ein Obdach aufzusuchen oder sich in seinem Abteil einzurichten. Der Zug werde auf ein totes Gleis verschoben, wo ihn weder Störung noch Gefahr bedrohte. Ich schloß mich einer kleinen Anzahl Mitreisender an, die einem schlechten Nachtquartier den Vorzug stundenlanger Gefangenschaft in Mißgeruch und dichter Menschennähe gaben. Wir standen, ein Häuflein schwarzer Punkte, auf dem hartgefrorenen Bahnsteigboden. Soweit das Auge reichte, keine Anhäufung von Lichtern kräftig genug, um das Dasein eines Dorfes zu verraten. Nur hier und da gegen das Massiv der Nacht ein Aufblinken, als ob ein Glühwürmchen vorüberflöge. Wir schlugen aufs Geratewohl einen nach rechts abbiegenden Feldweg ein. Wortkarg marschierten wir, die erstarrten Finger von der Last des Handgepäcks zerschnitten. »Haus in Sicht!« meldete die Vorhut. Klein, unscheinbar, der Giebel saß auf dem Erdgeschoß wie eine zu weite Mütze. Das Geräusch herannahender Schritte reizte den im Inneren des Gehöfts frei umherlaufenden Hund zu einer wütenden Begrüßung. Im weiten Umkreis stimmten ihm die Brüder zu. Inmitten eines mißtönigen Bellkonzerts begannen die Verhandlungen mit dem Besitzer, der, unwirsch, eine Bildsäule der Gastfeindschaft, den Eingang mit seinem breiten Rücken sperrte. Er mochte die Zahl der Brotschnitten berechnen, die zu beschaffen wären, um so vielen Eßwerkzeugen zu genügen. Erst die Versicherung, es gehe uns vor allem um ein Feuer, den erstarrten Leichnam aufzutauen, zerbrach den langsam ausgehöhlten Widerstand. Das Fremdenzimmer wurde aufgeschlossen, der Bauch des Kachelofens mit einem Armvoll Holzscheiter gespeist, durch kleine elektrische Laternen, den Taschen einiger der Reisenden entnommen, das Dunkel notdürftig aufgehellt. Unter dem Bann des einander Fremdseins sprachen wir wenig während unserer emsigen Geschäftigkeit. Erst als der Tisch, in das mittlerweile angewärmte Klima der Ofenbank gerückt und bestellt mit freiwilligen Gaben, einen anheimelnden Anblick bot, bemächtigte sich unserer, die wir uns um ihn gesellten, trotz der Verschiedenheit der Elemente, das Gefühl einer Verbundenheit. Wir vertieften es, indem wir uns gelobten: keiner soll den Namen des anderen befragen. Der Zufallswind hat uns hereingeweht, wir können in diesem Dämmerlicht kaum unsere Züge unterscheiden. Laßt uns auch nicht wissen, wer wir sind und wie wir heißen. Entfliehen wir für eine Nacht der Wirklichkeit. So, gleichsam unter Schutz von Masken, kam uns Sicherheit und Wunsch, etwas von uns auszusagen. Selbsterlebtes? Selbsterdachtes? Wer vermochte zu ergründen, ob sich Bekenntnisse verbargen unter den Erzählungen, mit denen wir die Stunden der Gefangenschaft verkürzten? Für mich war diese Nacht die bunteste, erkenntnisreichste meines Lebens. In der Gesellschaft von Fremdlingen, in einem unbekannten Hause habe ich sie verwacht. Ich konnte zwischen Tagesende und dem Anbruch eines neuen Morgens, wie durch offene Fenster, in die Seelen von Menschen verschiedener Stände, Weltanschauungen und Religionen blicken und sie auf dem Wege einer inneren Erschütterung begleiten. Den Aufzeichnungen, die sich mein Gedächtnis machte, habe ich in den nächsten Wochen aus der Erinnerung, Form und Zusammenhang gegeben. So ist dieses Buch entstanden. Wir bestimmten, als Pfadfinder gewissermaßen, einen Vierschrötigen mit nachlässiger Haltung. Er sagte lächelnd: »Ja wissens, ich bin halt ein Deutschböhme, ein Prager. Da hat man sich sein Lebtag mit seinen lieben Mitbürgern von der anderen Nationalität...

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So, what's this book actually about? It's not a story in the traditional sense. It's the text of a speech Hegel delivered in 1809. He was the headmaster of a high school in Nuremberg, and this was his farewell address. The school year is over, he's moving on, and he's using this moment to talk to the students and parents about education, history, and the purpose of life.

The Story

There isn't a plot with characters. The 'story' is Hegel's own intellectual and emotional state. He's reflecting on his time at the school, which wasn't a roaring success. He talks about the struggle of teaching, the slow progress of learning, and the gap between grand philosophical ideals and the messy reality of running a classroom. He frames all of this within his own complex ideas about how history and human spirit develop. It's a man trying to fit his personal experience into his grand theory of everything.

Why You Should Read It

This is Hegel with the armor off. We usually see him as this impenetrable system-builder. Here, he's vulnerable. You see the human cost of believing in a world ruled by reason when your own part in it feels chaotic. It's short, so it's not a huge commitment, and it gives you a direct line to the man behind the intimidating reputation. It makes his bigger, heavier books feel more connected to a real person.

Final Verdict

Perfect for anyone curious about philosophy but intimidated by The Phenomenology of Spirit. It's also great for teachers, who will find his frustrations weirdly modern. If you like seeing the personal side of historical giants, this is a fascinating little artifact. It's not a beach read, but for a 30-page glimpse into a great mind at a crossroads, it's incredibly rewarding.



🟢 Copyright Free

This publication is available for unrestricted use. Thank you for supporting open literature.

Daniel Johnson
1 year ago

Surprisingly enough, the depth of research presented here is truly commendable. Thanks for sharing this review.

Joshua Lopez
1 year ago

Surprisingly enough, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Don't hesitate to start reading.

Melissa Scott
1 year ago

I was skeptical at first, but the clarity of the writing makes this accessible. I learned so much from this.

Michael Smith
11 months ago

Based on the summary, I decided to read it and it challenges the reader's perspective in an intellectual way. A true masterpiece.

Daniel Lee
11 months ago

I stumbled upon this title and the content flows smoothly from one chapter to the next. Exactly what I needed.

4.5
4.5 out of 5 (8 User reviews )

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