Märchen-Almanach auf das Jahr 1828 by Wilhelm Hauff

(2 User reviews)   4767
By Ava Marino Posted on Nov 15, 2025
In Category - Geographic History
Hauff, Wilhelm, 1802-1827 Hauff, Wilhelm, 1802-1827
German
Hey, have you ever wondered what happens when the Brothers Grimm meet Arabian Nights? That's the vibe of Wilhelm Hauff's 1828 collection. It's not just fairy tales—it's a whole package deal. The book is framed by a story of a mysterious caravan traveling through the desert, and each night, a traveler tells a tale to pass the time. You get everything: talking animals, cursed princes, clever thieves, and deep moral questions disguised as adventure. The real mystery is in the frame story itself—who are these travelers, and what secrets are they hiding? It's surprisingly modern in how it plays with storytelling. If you love a good story within a story, this is your classic fix.
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„Halt! Hörst du nicht etwas pfeifen im Wald?“ rief Felix ängstlich. „Das war der Wind, der um die Bäume pfeift, geh nur rasch vorwärts, lange kann es nicht mehr dauern.“ „Ja, du hast gut reden wegen des Totschlagens“, fuhr der Goldarbeiter fort. „Dich fragen sie, was du hast, durchsuchen dich und nehmen dir allenfalls den Sonntagsrock und den Gulden und dreißig Kreuzer; aber mich, mich schlagen sie gleich anfangs tot, nur weil ich Gold und Geschmeide mit mir führe. „ „Ei, warum sollten sie dich totschlagen deswegen? Kämen jetzt vier oder fünf dort aus dem Busch mit geladenen Büchsen, die sie auf uns anlegten, und fragten ganz höflich: „Ihr Herren, was habt ihr bei euch?“ und „Machet es euch bequem, wir wollen’s euch tragen helfen“, und was dergleichen anmutige Redensarten sind; da wärest du wohl kein Tor, machtest dein Ränzchen auf und legtest die gelbe Weste, den blauen Rock, zwei Hemden und alle Halsbänder und Armbänder und Kämme, und was du sonst noch hast, höflich auf die Erde und bedanktest dich fürs Leben, das sie dir schenkten.“ „So, meinst du“, entgegnete Felix sehr eifrig, „den Schmuck für meine Frau Pate, die vornehme Gräfin, soll ich hergeben? Eher mein Leben; eher laß ich mich in kleine Stücke zerschneiden. Hat sie nicht Mutterstelle an mir vertreten und seit meinem zehnten Jahr mich aufziehen lassen? Hat sie nicht die Lehre für mich bezahlt und Kleider und alles? Und jetzt, da ich sie besuchen darf und etwas mitbringe von meiner eigenen Arbeit, das sie beim Meister bestellt hat, jetzt, da ich ihr an dem schönen Geschmeide zeigen könnte, was ich gelernt habe, jetzt soll ich das alles hergeben und die gelbe Weste dazu, die ich auch von ihr habe? Nein, lieber sterben, als daß ich den schlechten Menschen meiner Frau Pate Geschmeide gebe!“ „Sei kein Narr!“ rief der Zirkelschmied. „Wenn sie dich totschlagen, bekommt die Frau Gräfin den Schmuck dennoch nicht. Drum ist es besser, du gibst ihn her und erhältst dein Leben.“ Felix antwortete nicht; die Nacht war jetzt ganz heraufgekommen, und bei dem ungewissen Schein des Neumonds konnte man kaum auf fünf Schritte vor sich sehen; er wurde immer ängstlicher, hielt sich näher an seinen Kameraden und war mit sich uneinig, ob er seine Reden und Beweise billigen sollte oder nicht. Noch eine Stunde beinahe waren sie fortgegangen, da erblickten sie in der Ferne ein Licht. Der junge Goldschmied meinte aber, man dürfe nicht trauen, vielleicht könnte es ein Räuberhaus sein, aber der Zirkelschmied belehrte ihn, daß die Räuber ihre Häuser oder Höhlen unter der Erde haben, und dies müsse das Wirtshaus sein, das ihnen ein Mann am Eingang des Waldes beschrieben. Es war ein langes, aber niedriges Haus, ein Karren stand davor, und nebenan im Stalle hörte man Pferde wiehern. Der Zirkelschmied winkte seinen Gesellen an ein Fenster, dessen Laden geöffnet waren. Sie konnten, wenn sie sich auf die Zehen stellten, die Stube übersehen. Am Ofen in einem Armstuhl schlief ein Mann, der seiner Kleidung nach ein Fuhrmann und wohl auch der Herr des Karrens vor der Türe sein konnte. An der andern Seite des Ofens saßen ein Weib und ein Mädchen und spannen; hinter dem Tisch an der Wand saß ein Mensch, der ein Glas Wein vor sich, den Kopf in die Hände gestützt hatte, so daß sie sein Gesicht nicht sehen konnten. Der Zirkelschmied aber wollte aus seiner Kleidung bemerken, daß es ein vornehmer Herr sein müsse. Als sie so noch auf der Lauer standen, schlug ein Hund im Hause an. Munter, des Zirkelschmieds Hund, antwortete, und eine Magd erschien in der Türe und schaute nach den Fremden heraus....

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Let's break down this nearly 200-year-old story collection. It's cleverly built around a simple idea: a group of travelers on a caravan journey are stuck together. To make the long desert nights go faster, they agree to tell each other stories. That's the frame that holds everything together. Inside, you'll find six main tales. They're a wild mix. One might be a classic German fable about a kind-hearted young man and his magical helper, while the next feels like it jumped straight out of the Middle East, full of caliphs, genies, and cunning merchants.

Why You Should Read It

Hauff has this amazing skill. His stories are exciting on the surface—there's always a quest or a magical problem to solve—but they're really about bigger ideas. He's quietly asking questions about fairness, greed, and what it truly means to be wise or good. The characters aren't just archetypes; they feel real in their mistakes and desires. I also love the conversational frame. It makes you feel like you're right there in the desert, listening in, which is a cozy and immersive way to experience a book.

Final Verdict

This is perfect for readers who love classic fantasy and fairy tales but want something with a bit more meat on its bones than a simple bedtime story. It's also a great pick if you enjoy seeing how stories are woven together (think The Canterbury Tales but more fantastical). While it's a classic, the themes are timeless, and the pacing is excellent. Just be ready for a style that's rich and detailed—it's part of its charm.



📢 Usage Rights

This digital edition is based on a public domain text. Thank you for supporting open literature.

Sandra King
9 months ago

As someone who reads a lot, the clarity of the writing makes this accessible. This story will stay with me.

John Garcia
1 year ago

Solid story.

5
5 out of 5 (2 User reviews )

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